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Alles rund ums Radfahren in Wiener Neustadt.


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Verkehrsschlangenspiel – beeindruckende Schulweg-Bilanz

Sieben Neustädter Volksschulen am Verkehrsschlangenspiel im vergangenen Schuljahr teilgenommen. Das Endergebnis zeigt das große Potential in diesem Bereich.

Danke an alle SchülerInnen und ihre Eltern, Großeltern, Verwandte & Bekannte. Danke an die LehrerInnen. Danke an die MA 2 – Schulmanagement. Danke an die MA 4 – Verkehrsamt, die die Idee ins Spiel gebracht hatte und dran blieb. Und Danke an die Betreuung durch das Institut für Verkehrspädagogik (IVP).

Die 2. gute Nachricht: das Verkehrsschlangenspiel wird auch 2015/2016 fortgesetzt.

Ergebnis des Verkehrssschlangenspiels 2014/2015 an den sieben Volksschulen in Wiener Neustadt

Ergebnis des Verkehrssschlangenspiels 2014/2015 an den sieben Volksschulen in Wiener Neustadt

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Ich wundere mich

WNN-Radfahrer Hannes Höller, WNN 10/2015

Roland Düringer ist Ihnen wahrscheinlich ein Begriff. Er ist einer der prominentesten Kabarettisten Österreichs. Einer seiner bekanntesten Auftritte ist die “Wutrede”. In dieser rechnet er schonungslos mit dem System ab und schimpft humorvoll auf Politiker, Banken, Medien sowie das Ausbildungs- und Gesundheitssystem.

Seit Anfang September bin ich auch – wie das Düringer so schön formuliert – “fast ein bissi wütend”. Der simple Grund: meine Hannah geht jetzt in die Schule. Das stört mich natürlich nicht. Was mich aber stört, sind die Erlebnisse, die wir auf unserem Fahrrad am Schulweg machen. Keine Angst, ich werde jetzt nicht schimpfen. Ich wundere mich einfach nur.

Ich wundere mich über die vielen, vielen Autos. Ich wundere mich, warum Tempo 30 von so vielen scheinbar nur als nette Empfehlung angesehen wird. Ich wundere mich, warum die “Schulweg”-Schriftzüge auf den Straßen immer fetter werden. Ich wundere mich, warum teure Blinklichtanlagen installiert werden. Ich wundere mich, warum die Autos immer größer werden. Ich wundere mich, warum die Autos in zweiter, manchmal dritter Reihe stehen. Ich wundere mich, warum die Kinder bis zum Schultor geführt werden. Und ich wundere mich, wie es sein kann, dass mir die anderen – so richtig erfahrenen – Eltern im Schulhof versichern: “Das ist immer so.”

Ich wundere mich auch über die gut gemeinten Hinweisschilder der Stadt. “Achtung Kinder” steht dort drauf. Als ob unsere Kinder die Gefahr wären. Ich wundere mich über die Aktion Schutzengel. An sich eine sinnvolle Initiative des Landes Niederösterreich, die viele Tipps zum sicheren Schulweg liefert. Der simple – für mich aber wichtigste – Hinweis fehlt aber: “Liebe Eltern, fahrt nicht so oft mit dem Auto”.

Danke an alle Eltern, die ihre Kinder mit dem Rad, zu Fuß oder dem Bus in die Schule bringen. Und danke an alle Eltern, die ihre Kinder selber gehen, mit dem Rad oder Bus fahren lassen.

Weitere Infos & Tipps:


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Henne, Ei und Schlange

WNN-Radfahrer Hannes Höller, WNN 09/2015

Das Henne-Ei-Problem kennen Sie wahrscheinlich. Jetzt beginnt wieder die Zeit, wo Sie genau dieses Phänomen von Montag bis Freitag auf unseren Straßen bestaunen können.

Ich gebe ihnen noch ein paar Zahlen mit auf den Weg. Eine Umfrage des Verkehrsclub Österreich könnte auch Sie ins Grübeln bringen. “Die Hälfte aller Eltern beurteilt die Verkehrssicherheit am Schulweg so schlecht, dass sie ihr Kind nicht mit dem Fahrrad zur Schule fahren lassen. Nur 15 Prozent kommen mehrmals die Woche mit dem Rad zur Schule, drei Viertel der Kinder nie”, steht dort. Ein Ergebnis, dass sich mit den Zahlen der letzten Erhebung des Mobilitätsverhaltens Wiener Neustadt deckt: “Der Anteil der Fahrradfahrer bei den Schülern ist in den letzten Jahren auf ein Viertel geschrumpft”.

Stecken wir also unsere Kinder in die Autos, dann sind sie sicher – oder? Ein Studie: Elterntaxi zur Schule ist ein Risiko: “Sein Kind mit dem Auto in die Schule zu fahren ist gefährlicher, als es selbst gehen zu lassen.”

Unser Verkehrsamt hat diesen Appell aufgenommen und versucht Bewusstsein für das Sicherheitsproblem “Elterntaxi” zu schaffen. An sieben Volksschulen wurde das “Verkehrsschlangenspiel Wiener Neustadt” im letzten Schuljahr durchgeführt. Zunächst wurde die Verkehrssicherheit rund um die Schule erhoben, danach wurden die Kinder zwei Wochen lang spielerisch ans Thema herangeführt. Eingebunden wurden auch die Eltern. Mit etwas Abstand zur Schule wurden Elternhaltestellen eingerichtet. Die Ergebnisse sprechen für sich. Beispiel VS Josefstadt: Zu Beginn wurden 102 von 190 Schülern mit dem Auto zur Schule gebracht. Danach an den besten Tagen nur mehr 25.

Damit es bei den Eltern langfristig “klick” macht, muss aber auch bei der Infrastruktur nachgebessert werden. Wieder das Beispiel Josefstadt. Dort flüchten die Rad fahrenden Eltern in der Mießlgasse mit ihren Kindern vor den Autos auf den Gehsteig. Einen Lösungsvorschlag haben wir von der Radlobby der Gemeinde bereits präsentiert. Wir sind zuversichtlich, dass wir schon bald gemeinsam die Situation verbessern.


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7 Schulen, 1 Ziel: selbstgemachten Verkehr verringern – 1 Jahr „Verkehrsschlangenspiel“!

Mit dem Ende des Schuljahrs neigt sich auch die Aktion „Verkehrsschlangenspiels“ an den Wiener Neustädter Volksschulen dem Ende zu. Ein Jahr lang wurde in den Volksschulen Josefstadt, Baumkirchnerring, Barwitzius, Ungarviertel und St. Christiana, Pestalozzi und Rudolf Wehrl Maßnahmen zur Veränderung des Mobilitätsverhaltens bei den Kids und Eltern umgesetzt. Das Ziel war klar: den motorisierten Individualverkehr  rund um die Schule – Stichwort „Elterntaxi“ – zu verringern!

VS Barwitzius Verkehrsschlange 1Die Schule ist nicht nur ein Lernort, sondern auch ein Verkehrserzeuger!

Jeden Tag entsteht direkt bei der Schule ein erhebliches Verkehrsaufkommen. Zwei von drei Eltern bringen ihre Kinder dabei mit dem Auto zur Volksschule, obwohl sie in der näheren Umgebung wohnen. Durch die ankommenden, abfahrenden und parkenden Autos entsteht im Schulumfeld neben einem zähen Verkehrsfluss, umweltschädlichen Emissionen und Lärm auch ein zunehmendes Sicherheitsrisiko für die Kinder. Damit der Schulweg von Kindern  wieder gefahrlos und eigenständig erlebt werden kann, ist eine Verkehrsberuhigung – vor allem des hausgemachten Verkehrs – im Schulumfeld notwendig.

Die Aktion „Verkehrsschlangenspiel“

Den Beginn machten Lehrerinnen Mobilitäts-Workshops (Hintergrund-Infos, Erhebung Verkehrssituation, Lehrbehelfs- und Spielmaterialien, etc.) an den beteiligten Schulen. Danach wurden die Kinder zwei Wochen lang spielerisch und unter Einbindung der Eltern (Elternbriefe, „Elternhaltestellen“, etc.) zum Verzicht des Autos am Schulweg motiviert. Weitere drei Wochen später wurden die Ergebnisse an jeder Schule evaluiert. Und diese können sich durchaus sehen lassen: Zum Beispiel waren es an der Volksschule Josefstadt zu Beginn noch 102 von 190 Schüler die mit dem Auto zur Schule kamen. Danach: an den besten Tagen nur mehr 25!

Josefstadt vivi1

Das „Verkehrsschlangenspiel“ ist Teil des europaweiten „Traffic Snake Game“ Netzwerkes, an dem sich 17 europäische Länder beteiligen. In Österreich werden die Aktionen vom Institut für Verkehrspädagogik (IVP)  durchgeführt.


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Rad-Schwerpunkt anlässlich der Mobilitätswoche 2014

Wiener Neustadt macht bei der weltweit größten Kampagne für sanfte Mobilität mit. Von 16. bis 22. September  gibt es in der vom Klimabündnis organisierten Mobilitätswoche in 500 Städten und Gemeinden in ganz Europa Veranstaltungen und Aktionen zu den Themen  Fahrrad, zu Fuß gehen und Öffentlicher Verkehr. Die Klimabündnis-Gemeinde Wiener Neustadt setzt gemeinsam mit der Radlobby im Rahmen der bereits seit März laufenden Radkampagne „wn.radelt“ einen Rad-Schwerpunkt.

Dritte Plakatwelle

Bereits im März und Juni sorgten die wn.radelt-Plakate für Aufsehen. In der Mobilitätswoche startet die dritte Plakatwelle. Auch dieses Mal wurden wieder vier witzige Sujets gestaltet, die für ein wenig Schmunzeln sorgen, gleichzeitig aber auch Lust aufs Radfahren machen. Auch diese Werbesujets richten sich an Alltagsradfahrer von jung bis alt.

wn.radelt-Plakatakampagne

Gewinnspiel

Wer in der Mobilitätswoche in Wiener Neustadt mit dem Fahrrad unterwegs ist, hat zudem die Chance auf attraktive Preise. Die Radlobby verteilt während der gesamten Woche Gewinnkärtchen an RadfahrerInnen. Auf dem Radblog wn.radelt.at sieht man, ob man gewonnen hat. Die Preise sind praktisch, trendy, teilweise witzig und transportieren die Hauptbotschaft von „wn.radelt“: „Radfahren liegt im Trend und gibt ein gutes Lebensgefühl“. Zu gewinnen gibt es eine chinesische Radglocke genauso wie ein LED-Beleuchtungsset, eine Donkey-Fahrradtasche und als Hauptpreis einen Lastenanhänger von Andersen.

Trinkflaschen-Verteilung

Am Samstag, dem 20. September, werden Verkehrsstadtrat Michael Schnedlitz und Umweltstadtrat Wolfgang Mayerhofer in der gesamten Innenstadt unterwegs sein und an die Radfahrer praktische „wn.radelt“-Trinkflaschen verteilen. Doch damit nicht genug, gibt es darüber hinaus auch noch ein Bonusheft mit zahlreichen Aktionen zur sanften Mobilität.

Verkehrsstadtrat Michael Schnedlitz, Umweltstadtrat Wolfgang Mayerhofer, Mariella Gögele mit ihren Söhnen Konstantin und Elmar, Ing. Peter Wagenhofer jun. (Verkehrsamt Magistrat Wiener Neustadt), Karl Zauner (Vorsitzender Radlobby Niederösterreich), Martin Hesik (Energiebeauftragter der Stadt) bei der Präsentation des Herbstschwerpunktes von

Verkehrsstadtrat Michael Schnedlitz, Umweltstadtrat Wolfgang Mayerhofer, Mariella Gögele mit ihren Söhnen Konstantin und Elmar, Ing. Peter Wagenhofer jun. (Verkehrsamt), Karl Zauner (Radlobby), Martin Hesik (Energiebeauftragter) bei der Präsentation des Herbstschwerpunktes von „wn.radelt“.

Weitere Maßnahmen

Alle weiteren, vor allem infrastrukturellen Maßnahmen, rund ums Radfahren, die seitens des städtischen Verkehrsamts gesetzt werden, laufen natürlich auch im Herbst weiter.

  • Verkehrsverhandlungen für Radwege in die Civitas Nova sowie am Auge Gottes
  • Evaluierung von Einbahnöffnungen
  • (Neu-)Beschilderung der Radrouten durch die Stadt

Start Bewusstseinsbildung in allen Wiener Neustädter Volksschulen mit dem mehrjährigen Projekt „Verkehrsschlangenspiel“.