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Alles rund ums Radfahren in Wiener Neustadt.


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Radfahren in den Fußgängerzonen wird unbefristet erlaubt!

Gute Nachrichten für die innerstädtischen RadfahrerInnen in Wiener Neustadt: Die siebenmonatige Probezeit, die in der Herzog Leopold-Straße und Wiener Straße, das Radfahren in den Nachtstunden erlaubt hat, ist ohne nennenswerte Komplikationen verlaufen. Deshalb wurde entschieden, dass die Aktion unbefristet verlängert wird.

Zum Hintergrund

Nachdem schon seit dem Umbau der Neunkirchner Straße das Radfahren in der dortigen Fußgängerzone erlaubt ist und völlig friktionsfrei funktioniert, setzte die Stadt Wiener Neustadt den nächsten Schritt. Seit 1. April gab es eine Testphase, in der auch in den FUZOs Herzog Leopold-Straße und Wiener Straße zwischen 19 Uhr abends und 8 Uhr in der Früh das Radfahren im Schritt-Tempo erlaubt ist. Bei der dieswöchigen „Polizeibesprechung“ mit dem Bürgermeister, den Spitzen der Bundespolizei Wiener Neustadt sowie dem Verkehrsamt wurde aufgrund der Erfahrungen der letzten Monate entschieden, das Radfahren nun in diesem Sinne permanent zu erlauben.

Bürgermeister Bernhard Müller: „Es gab keinerlei nennenswerte Probleme. Ich bedanke mich in diesem Zusammenhang auch ausdrücklich bei der Polizei, die gerade in der ersten Zeit verstärkt mit den Fahrradstreifen unterwegs war. Das hat sehr geholfen. Und die RadfahrerInnen haben sich äußerst korrekt verhalten.

Wo und wann dürfen Sie in den Fußgängerzonen Radfahren – Übersichtskarte

Wo und wann in den Wiener Neustädter Fußgängerzonen geradelt werden darf.

Wo und wann in den Wiener Neustädter Fußgängerzonen geradelt werden darf.

Alle weiteren Infos rund um den Radverkehr in der Stadt erhalten Sie im Verkehrsreferat bei DI Wolfgang Rogl unter 02622 / 373 – 415 bzw. wolfgang.rogl@wiener-neustadt.at.

Quelle: Presseaussendung der Stadt Wiener Neustadt, 23. Oktober 2014

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Einführung „Rechtsvorrang“ in 30er-Zonen wird überprüft

In seiner vierten Sitzung im Jahr 2014 beschloss der Wiener Neustädter Gemeinderat gestern mehrheitlich (gegen die Stimmen der ÖVP-Fraktion) die Überprüfung der Einführung des „Rechtsvorranges“ in den 30 km/h-Zonen im Stadtgebiet. Der Amtssachverständige des Landes NÖ soll dabei mit eingebunden werden.

Presseaussendung der Stadt Wiener Neustadt, 25. September 2014.


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Wiener Neustadt öffnet weitere FUZOs für RadfahrerInnen

Nachdem schon seit dem Umbau der Neunkirchner Straße das Radfahren in der dortigen Fußgängerzone erlaubt ist und offenbar völlig friktionsfrei funktioniert, setzt die Stadt Wiener Neustadt nun den nächsten Schritt.

2014 soll es zwischen April und Oktober eine Testphase geben, in der auch in die FUZOs Herzog Leopold-Straße und Wiener Straße zwischen 19 Uhr abends und 8 Uhr in der Früh das Radfahren im Schritt-Tempo erlaubt ist. Danach soll es eine gemeinsame Evaluierung mit dem städtischen Verkehrsamt und der Polizei geben und politisch über eine Fortsetzung entschieden werden. Seitens der Exekutive wurde zugesagt, in diesem Zeitraum auch verstärkt mit den Fahrradstreifen präsent zu sein, um allfällige Übertretungen zu ahnden.

Bürgermeister Bernhard Müller: „Immer wieder wird der Wunsch an uns herangetragen, es den Radfahrern zu ermöglichen, die Fußgängerzonen zu benützen. Ich setze auf die Vernunft aller Verkehrsteilnehmer und bin überzeugt, dass ein friedliches Nebeneinander möglich ist.“

Presseaussendung, Wiener Neustadt, 2. Dezember 2013.


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Mit dem Rad 83x schneller!

Der WNN-Radfahrer Hannes Höller, WNN 12/2013

Was ist das? Es hat vier Ecken, zwei weiße Striche auf blauem Hintergrund und wenn Sie unterwegs sind, zeigt es Ihnen den Anfang vom Ende an? Genau, ein Sackgassenschild. In Wiener Neustadt sehen Sie dieses sehr oft. Und ich verrat Ihnen eines: Ich mag dieses Schild.

Ich sehe es, wenn ich mit meinen Kindern gemütlich durch die Moorgasse im Zehnerviertel in die Schmuckerau radle. Sackgasse? Bitte weiterradeln. Wenn Sie in der Innenstadt unterwegs sind, dann sehen Sie es, wenn Sie in der Purgleitnergasse Richtung Bahnhof radeln. Sackgasse? Bitte weiterradeln.

Aber warum fehlt bei diesen Sackgassen das Zusatzschild „ausgenommen Rad“? Ich hab beim Verkehrsamt nachgefragt und als Antwort bekommen: „Wenn euch etwas auffällt, bitte übermitteln, damit wir diese montieren können.“

Nicht falsch verstehen. Ein Schilderwald ist das Letzte, was ich haben will. Für mich ist das eine wichtige bewusstseinsbildende Maßnahme. Als Radlerin und Radler kennt man die Sackgassen. Man weiß, wo man durchkommt und wo nicht. Aus der Autoperspektive fehlt dieser Blick. Diese fürs Rad geöffneten Durchfahrten sind ein wichtiger Grund, warum auch Sie in Neustadt mit dem Rad immer schneller sind als mit dem Auto. Was schätzen Sie, wie viele solche für RadlerInnen geöffnete Sackgassen gibt es in Wiener Neustadt? Wir von der Radlobby haben grob durchgezählt. Aktueller Stand: 83! Das heißt, 83mal sind Sie als Radlerin oder Radler schneller als mit dem Auto. Das ist nicht einfach so passiert, sondern da hat die Stadtplanung funktioniert. So etwas nennt man dann im Fachjargon „die Stadt der kurzen Wege“.

Also, wenn Sie eine Sackgasse sehen, bei der das Schild „ausgenommen Rad“ fehlt, dann melden Sie uns das. Ein kurzes Mail, ein Posting auf Facebook oder ein Anruf genügt. Wir sammeln das und geben es als Radservice ans Verkehrsamt weiter. Damit auch AutofahrerInnen immer sehen, wo sie überall mit dem Rad schneller sein könnten.


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Einstein und der Achtersee

Der WNN-Radfahrer Hannes Höller, WNN 11/2013

Was haben geburtsvorbereitende Akupunktur, Ärger über den McDonald´s in der Pottendorfer Straße und der Achtersee gemeinsam? Man kann über all das leidenschaftlich plaudern. Und das gemeinsam mit über 1.200 Leuten. So viele sind mittlerweile auf Facebook der Gruppe „Wiener Neustadt“ beigetreten. Bereits vor drei Monaten haben wir von der Radlobby dort unser Konzept „autofreier Achtersee“ vorgestellt und jetzt die aktuellen Pläne der Stadt kritisiert.

Neben den vielen positiven Rückmeldungen auf unseren Vorschlag konnten wir uns von einem Gruppenmitglied anhören, dass wir weltfremd sind und „dass es ein Autoverbot nicht spielen wird“. Wir haben die Vorteile unserer Idee im Dialog nochmals erläutert. Wir konnten überzeugen, dass Leihräder sinnvoll wären. Oder dass die Busstation, die bisher aus einem Schild besteht, doch etwas mager ist. Oder dass eine Fahrradstraße in der Dreipappelstraße für SeniorInnen und vor allem für Familien mit Kindern wichtig wäre. Oder dass mit dem Fischapark-Ausbau der Autoverkehr sprunghaft ansteigen wird. Oder dass unser Autofrei-Konzept gar nicht neu ist. Schon bisher gab es keinen Parkplatz und noch dazu ein Badeverbot, trotzdem kamen an heißen Tagen die Massen. Mit Bus oder Rad. Und wir haben Einstein zitiert: „Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen erschien.“

Würde mich freuen, wenn auch Sie mitreden und mitdiskutieren. Entweder in der Gruppe „Wiener Neustadt“ oder auf der Facebook-Seite der Radlobby Wiener Neustadt. Wir informieren über unsere Aktivitäten, Ansichten und Lösungsvorschläge für RadlerInnen. Ganz einfach können Sie dort auch Punkte für die Plus/Minus-Rubrik im Amtsblatt einbringen. Auf „Gefällt mir“ drücken und schon sind Sie dabei.