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Alles rund ums Radfahren in Wiener Neustadt.


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Meine, deine, unsere. LaRa ist für alle da.

WNN-Radfahrer Hannes Höller, WNN 04/2016

Ich freue mich über meine LaRa. Genau genommen ist es ja nicht nur mein Baby. LaRa hat gleich drei Väter. Den Energiebeauftragten der Stadt Wiener Neustadt, Martin Hesik. Den Präsidenten des Vereins “die Teilbaren – nutzen statt besitzen”, Dietmar Eisinger. Und meine Wenigkeit, als Vize-Präsident des Vereins.

Gemeinsam haben wir uns woanders Gusto geholt und haben LaRa dann in Wiener Neustadt auf die Welt gebracht. LaRa ist – falls Sie sie noch nicht durch unsere Straßen fahren gesehen haben oder die letzte Nummer der WNN nicht genau genug gelesen haben – ein öffentliches Lastenrad. Es ist ein Projekt der Klima- und Energiemodellregion Wiener Neustadt und wird durch den Klimafonds gefördert. Jede und jeder kann es sich zum Nulltarif ausborgen. Einzelpersonen genauso wie Familien, Betriebe oder Vereine. Die Stationen wechseln – den Start machte der Weltladen, es folgte die Alte-Kronen-Apotheke und die Jugend.info NÖ.

Falls Sie mit dem Begriff Lastenrad noch nichts anfangen können. Dann können Sie entweder auf www.deinlastenrad.at oder auf facebook.com/deinlastenrad reinschauen oder sich einfach ein Fahrrad mit zwei Rädern und einer großen Kiste als Laderaum vorne vorstellen. Dank Elektroantrieb können Kinder, Getränkekisten oder sogar Waschmaschinen mühelos transportiert werden.

Borgen auch Sie sich “LaRa – dein Lastenrad” aus. Sie sind übrigens längst nicht mehr alleine unterwegs. In Wiener Neustadt gibt es bereits einige Lastenräder. Falls Sie staunen wollen, was es da alles gibt, dann notieren Sie sich bitte den 18. Juni. An diesem Samstag startet ab 9.30 am Bahnhofplatz die von der Radlobby organisierte bereits 2. Lastenrad- und Radanhängertour.


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Mein Opa und der Radanhänger

Allzeit Neu-Radfahrer Hannes Höller, 6/2012

Er sitzt auf seinem Fahrrad. Und hinter ihm der Radanhänger. Selbst gebaut – aus einer massiven Holz-Metallkonstruktion mit schweren Reifen.

Mein Opa war ein richtiger Alltagsradler. Für ihn war das Radfahren selbstverständlich. Für ihn war auch ein Radanhänger selbstverständlich. Vor einem Jahr hab ich mir auch einen zugelegt. Doch was früher selbstverständlich war, löste in meinem Umfeld verwunderte Blicke und die Frage aus, wozu ich den überhaupt brauche. Ganz einfach: Zum Einkaufen und als Transportmittel für meine kleine Tochter.

Aus der Praxis kann ich ihnen verraten: Bei Einkaufsfahrten ist das Fahrrad unschlagbar. Wenn Sie mir nicht glauben, dann vielleicht einer Studie der Fahrradorganisation ARGUS Steiermark. Sie hat Einkäufe in Lebensmittelmärkten in Graz und Graz-Umgebung analysiert. Die drei wichtigsten Ergebnisse:

  • für 84 % aller Einkäufe reicht ein Fahrrad
  • für 12 % aller Einkäufe ist ein Fahrradanhänger sinnvoll
  • 3 % der KundInnen kauften nichts

Das Argument mit dem „zu schweren Einkauf“ stimmt ganz einfach nicht. Machen Sie bei Ihrem nächsten Einkauf einfach die Kontrolle und überlegen Sie, ob Sie diesen auch mit dem Rad transportieren könnten. Und nutzen Sie das breite Angebot:

  • Fahrradkorb: Für den kleineren Tageseinkauf – kann sowohl am Lenker als auch am Gepäcksträger befestigt werden.
  • Radtasche: Für den Tageseinkauf – ist geräumig, strapazierfähig und einfach handhabbar.
  • Radanhänger: Für größere Einkäufe – sowohl einspurig als auch zweispurig in unterschiedlichen Größen mit verschiedenen Abdeckplanen erhältlich.

Bei der Fahrt durch die Stadt werde ich übrigens immer öfter an Opa erinnert. Denn immer mehr NeustädterInnen nutzen genau wie er einen Rad-Anhänger. Mit dem Unterschied, dass die zahlreichen neuen Modelle wesentlich leichter und wendiger sind.