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Alles rund ums Radfahren in Wiener Neustadt.


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wn.radelt auf Rezept: Ärztin empfiehlt das Rad

Martina Fink ist leidenschaftliche Radfahrerin. Sie weiß, was ihrem Körper gut tut. Und das aus der Praxis und auch in der Praxis. Denn Martina Fink ist auch Ärztin für Allgemeinmedizin.

„Samstag mit dem Rad gemütlich auf den Markt am Hauptplatz. Das ist für mich Lebensqualität.“

Martina Fink, Ärztin für Allgemeinmedizin & Homöopathie (Foto, 3.v.r.).

Radeln auf Rezept


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Machen Sie eine Traumreise!

Der WNN-Radfahrer Hannes Höller, WNN 9/2013

Kennen Sie den? „Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.“ Klingt doch fantastisch. Einfach das machen, was man immer schon machen wollte.

Das denken sich scheinbar viele. Deshalb gibt’s immer mehr Seminare und Bücher zu diesem Thema. Das WIFI bietet für Traumreisende Kurse wie „Meine Persönlichkeit im Spiegel“ oder „Veränderung als Chance – spielend zum Erfolg“. Leute, die lieber in den eigenen vier Wänden ins Träumen kommen wollen, haben im Buchhandel die Qual der Wahl.

Egal ob Seminar oder Buch, der Einstieg in die Traumwelt ist oft gleich. Zunächst geht es einmal darum, sich selbst zu finden. Die Alltagssorgen abzuschütteln. Versuchen wir es gleich einmal. Machen Sie es sich bequem, atmen Sie langsam und gleichmäßig. Und stellen Sie sich jetzt einen Ort vor, wo Sie sich so richtig wohlfühlen. Was sehen Sie dort? Nehmen Sie sich ruhig ein bisschen Zeit für diese Übung.

Und jetzt lassen Sie mich raten. Sie haben von einer schönen, unberührten Landschaft geträumt. Von Wasser, von grünen Wiesen, von sauberer Luft und einer ruhigen Umgebung. Und lassen Sie mich raten, was Sie nicht gesehen haben: Autos. Und trotzdem ist das Auto allgegenwärtig in unserem Alltag. Genau das ist der Grund, warum ich mich bei der Radlobby engagiere. Ich will an meinem Traumbild in meiner direkten Umgebung mitbasteln. Wo meine Kinder auch auf der Straße spielen können. Ich konnte das noch. Mein Bruder Harald und ich haben auf Asphalt Fußball gespielt. Jetzt geht das nicht mehr – die ganze Gasse ist verparkt.

Wenn in Ihrer Traumreise trotzdem ein Auto aufgetaucht ist, dann müssen wir drüber reden. Am besten gleich am 19. September. Da können Sie mit mir zum Thema „Meine Mobilität ohne Auto“ diskutieren. Im Vortragssal des Stadttheaters geht’s ab 18.30 Uhr um autofreie Siedlungen, Carsharing, E-Fahrzeuge und natürlich das schnellste Gefährt in der Stadt – das Fahrrad.


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Viel Lärm um eine Unterschrift

Der WNN-Radfahrer Hannes Höller, WNN 6/2013

Aus Erfahrung wird man klug. Bestes Beispiel dafür ist die Einführung von Tempo 30-Zonen in Städten. In Graz war 1992 eine Mehrheit dagegen. Heute ist die klare Mehrheit dafür. In Wiener Neustadt war der Gegenwind bei der Verkehrsberuhigung in den 90er Jahren nicht ganz so groß. Nicht wenige hielten Tempo 30 trotzdem für überzogen. Was schätzen Sie? Wie würde die Befragung „Soll in Ihrem Wohnviertel wieder Tempo 50 eingeführt werden“ jetzt bei uns ausgehen? Ich tippe auf nicht mal 10 Prozent Zustimmung.

Die Vorteile der Temporeduktion sind einfach zu offensichtlich. Die Sicherheit für schwächere VerkehrsteilnehmerInnen – vor allem Kinder – steigt schlagartig. Gleichzeitig sinkt der Lärmpegel. Denn auf Lärm vor der eigenen Haustüre reagieren die meisten allergisch. Jede fünfte Person in Österreich leidet laut VCÖ unter Autolärm. Niedrigere Tempolimits sind das beste Gegenmittel. Während bei 50 km/h das Rollgeräusch lauter als der Motorenlärm ist, fördert Tempo 30 den Verkehrsfluss. Die vom Menschen wahrgenommene Lärmreduktion beträgt 75 Prozent. Das hätte ich nicht gewusst.

Ja, wenn ich nicht von der europäischen Bürgerinitiative „30 km/h – macht Straßen lebenswert!“ gelesen hätte. Bis Ende des Jahres werden Unterschriften gesammelt. Ziel ist es, Tempo 30 europaweit als Höchstgeschwindigkeit in Wohngebieten rechtlich zu verankern. Durchzugsstraßen können ausgenommen werden.

Ich hab schon im Internet unterschrieben, machen Sie es auch. Damit auch andere Städte   auf einfachem Wege dem Neustädter Beispiel folgen können. Unterschriftenlisten liegen übrigens auch beim Portier im Alten Rathaus auf. Und sollte Sie das nächste Mal in einer 30er-Zone der Gasfuß jucken, dann denken Sie an die 75 Prozent weniger Lärm.