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Alles rund ums Radfahren in Wiener Neustadt.


Ein Kommentar

Radfahren am Friedhof auf Hauptwegen gestattet

Ab sofort ist das Radfahren auf dem Wiener Neustädter Friedhof auf den Hauptwegen im Schritttempo gestattet. Aufgrund mehrfacher Anfragen in diese Richtung wurde dieser Schritt von der Friedhofsverwaltung umgesetzt. Bei den Eingängen zum Friedhof sind alle dementsprechenden Regelungen und Nutzungsbestimmungen für den Friedhof auf Tafeln ersichtlich.

Radzufahrt zum Friedhof verbessert

Bereits im Juli wurde die Radzufahrt von der Josesfstadt zum Friedhof verbessert. Der Verbindungsweg zwischen Pernerstorferstraße und Wiener Straße wurde für RadfahrerInnen geöffnet.

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Plus/Minus der Radlobby – September 2016

🙂 Josefstadt: Die Radlobby brachte den Vorschlag im Jour-Fixe mit Verkehrsamt und Bauhof ein, jetzt wurde er umgesetzt. Der Verbindungsweg zwischen Pernerstorferstraße und Wiener Straße ist für RadfahrerInnen geöffnet.

🙂 Werbung: Die Radlobby-Kampagne für die Innenstadt “Jeder Tag ist Einkaufstag” ist sehr gut angekommen. Die Medien berichteten ausführlich und aus der Bevölkerung sowie der lokalen Wirtschaft gibt es positives Feedback.

 

Die Plus/Minus-Rubrik wird von der Radlobby Wiener Neustadt erstellt und erscheint auch in den Wiener Neustädter Nachrichten – dem Amtsblatt der Stadt Wiener Neustadt.

Schick uns Dein Plus/Minus: Mail mit Name und Kurzbeschreibung an wiener.neustadt@radlobby.at.


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Henne, Ei und Schlange

WNN-Radfahrer Hannes Höller, WNN 09/2015

Das Henne-Ei-Problem kennen Sie wahrscheinlich. Jetzt beginnt wieder die Zeit, wo Sie genau dieses Phänomen von Montag bis Freitag auf unseren Straßen bestaunen können.

Ich gebe ihnen noch ein paar Zahlen mit auf den Weg. Eine Umfrage des Verkehrsclub Österreich könnte auch Sie ins Grübeln bringen. “Die Hälfte aller Eltern beurteilt die Verkehrssicherheit am Schulweg so schlecht, dass sie ihr Kind nicht mit dem Fahrrad zur Schule fahren lassen. Nur 15 Prozent kommen mehrmals die Woche mit dem Rad zur Schule, drei Viertel der Kinder nie”, steht dort. Ein Ergebnis, dass sich mit den Zahlen der letzten Erhebung des Mobilitätsverhaltens Wiener Neustadt deckt: “Der Anteil der Fahrradfahrer bei den Schülern ist in den letzten Jahren auf ein Viertel geschrumpft”.

Stecken wir also unsere Kinder in die Autos, dann sind sie sicher – oder? Ein Studie: Elterntaxi zur Schule ist ein Risiko: “Sein Kind mit dem Auto in die Schule zu fahren ist gefährlicher, als es selbst gehen zu lassen.”

Unser Verkehrsamt hat diesen Appell aufgenommen und versucht Bewusstsein für das Sicherheitsproblem “Elterntaxi” zu schaffen. An sieben Volksschulen wurde das “Verkehrsschlangenspiel Wiener Neustadt” im letzten Schuljahr durchgeführt. Zunächst wurde die Verkehrssicherheit rund um die Schule erhoben, danach wurden die Kinder zwei Wochen lang spielerisch ans Thema herangeführt. Eingebunden wurden auch die Eltern. Mit etwas Abstand zur Schule wurden Elternhaltestellen eingerichtet. Die Ergebnisse sprechen für sich. Beispiel VS Josefstadt: Zu Beginn wurden 102 von 190 Schülern mit dem Auto zur Schule gebracht. Danach an den besten Tagen nur mehr 25.

Damit es bei den Eltern langfristig “klick” macht, muss aber auch bei der Infrastruktur nachgebessert werden. Wieder das Beispiel Josefstadt. Dort flüchten die Rad fahrenden Eltern in der Mießlgasse mit ihren Kindern vor den Autos auf den Gehsteig. Einen Lösungsvorschlag haben wir von der Radlobby der Gemeinde bereits präsentiert. Wir sind zuversichtlich, dass wir schon bald gemeinsam die Situation verbessern.


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7 Schulen, 1 Ziel: selbstgemachten Verkehr verringern – 1 Jahr „Verkehrsschlangenspiel“!

Mit dem Ende des Schuljahrs neigt sich auch die Aktion „Verkehrsschlangenspiels“ an den Wiener Neustädter Volksschulen dem Ende zu. Ein Jahr lang wurde in den Volksschulen Josefstadt, Baumkirchnerring, Barwitzius, Ungarviertel und St. Christiana, Pestalozzi und Rudolf Wehrl Maßnahmen zur Veränderung des Mobilitätsverhaltens bei den Kids und Eltern umgesetzt. Das Ziel war klar: den motorisierten Individualverkehr  rund um die Schule – Stichwort „Elterntaxi“ – zu verringern!

VS Barwitzius Verkehrsschlange 1Die Schule ist nicht nur ein Lernort, sondern auch ein Verkehrserzeuger!

Jeden Tag entsteht direkt bei der Schule ein erhebliches Verkehrsaufkommen. Zwei von drei Eltern bringen ihre Kinder dabei mit dem Auto zur Volksschule, obwohl sie in der näheren Umgebung wohnen. Durch die ankommenden, abfahrenden und parkenden Autos entsteht im Schulumfeld neben einem zähen Verkehrsfluss, umweltschädlichen Emissionen und Lärm auch ein zunehmendes Sicherheitsrisiko für die Kinder. Damit der Schulweg von Kindern  wieder gefahrlos und eigenständig erlebt werden kann, ist eine Verkehrsberuhigung – vor allem des hausgemachten Verkehrs – im Schulumfeld notwendig.

Die Aktion „Verkehrsschlangenspiel“

Den Beginn machten Lehrerinnen Mobilitäts-Workshops (Hintergrund-Infos, Erhebung Verkehrssituation, Lehrbehelfs- und Spielmaterialien, etc.) an den beteiligten Schulen. Danach wurden die Kinder zwei Wochen lang spielerisch und unter Einbindung der Eltern (Elternbriefe, „Elternhaltestellen“, etc.) zum Verzicht des Autos am Schulweg motiviert. Weitere drei Wochen später wurden die Ergebnisse an jeder Schule evaluiert. Und diese können sich durchaus sehen lassen: Zum Beispiel waren es an der Volksschule Josefstadt zu Beginn noch 102 von 190 Schüler die mit dem Auto zur Schule kamen. Danach: an den besten Tagen nur mehr 25!

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Das „Verkehrsschlangenspiel“ ist Teil des europaweiten „Traffic Snake Game“ Netzwerkes, an dem sich 17 europäische Länder beteiligen. In Österreich werden die Aktionen vom Institut für Verkehrspädagogik (IVP)  durchgeführt.


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Radler des Monats Juni: Hermann Mayrhofer (67, Josefstadt)

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Ein Wirklicher Hofrat als Mutmacher.

Viele Fahrräder begleiteten ihn bereits durch sein Leben. Sein heutiges Fahrrad hat ihm ein gutes Stück aus der schwierigsten Phase in seinem Leben geholfen. Dass Hermann Mayrhofer heute immer noch Rad fährt, ist nämlich alles andere als selbstverständlich.

„Es war der 15. November 1997“, schießt es aus ihm heraus. Ein Schlaganfall traf ihn wie aus heiterem Himmel. „Ich war verzweifelt. Ich wusste weder den Namen meiner Kinder noch den meiner Frau. Gehen konnte ich auch nicht. Vom Radfahren gar nicht zu reden“, blickt Hermann Mayrhofer zurück. Bis zu diesem Tag hat sich der Ur-Josefständer, er wurde dort geboren und wohnt dort immer noch, Stück für Stück nach oben gearbeitet. Nach der Handelsschule startete er bei der Gemeinde Pottendorf, dann holte er die Matura nach und begann zu studieren. „Germanistik und Publizistik – neun Jahre habe ich gebraucht. Dazwischen habe ich arbeiten müssen, um mir das Studium zu finanzieren.“ Von 1978 bis 1982 war Mayrhofer Bezirkssekretär der SPÖ in Wiener Neustadt. Von dort wechselte er zur AZ – zur Arbeiter-Zeitung. Bis 1991 war er Chefredakteur der Niederösterreich-Ausgabe. „Bis zum bitteren Ende“, ergänzt Mayrhofer und spielt auf die Einstellung des ehemaligen Zentralorgans der SPÖ an. Jobsorgen brauchte er sich trotzdem keine zu machen. Der damalige Landeshauptmann Siegfried Ludwig klopfte bei ihm an. „Einige Gehaltsverhandlungen später war ich Mitarbeiter des Amtes der Niederösterreichischen Landesregierung.“ Und wieder einige Jahre später wurde er „Wirklicher Hofrat“ – ein Titel, den österreichische Bundesländer vergeben. „Wirklich“ bedeutet übrigens „wirkend“.

Genauso zielstrebig wie im Job war er aber auch beim Radfahren. Der Radrennsport war und ist seine große Leidenschaft. „1969 hab ich als Radrennfahrer begonnen“, schießt auch dieses Datum aus ihm heraus. „Mein Spezialgebiet war hügeliges Terrain und mein größter Erfolg ein 7. Platz in Pitten bei einem A-Rennen – das ist die höchste Wertungsklasse im Radrennsport. Gewonnen hat damals übrigens der österreichische Bergmeister Anton Schöllberger.“ So richtig sentimental wird es, als Mayrhofer einen Nebenraum seines Einfamilienhauses öffnet. Schon leicht verstaubt, aber in voller Eleganz hängt es da: sein Rennrad – ein echtes Pinarello. „Während des Studiums bin ich 90 km pro Tag gefahren – unter der Woche. Am Wochenende gabs dann die Rennen. Eigentlich waren wir damals Profis, nur haben wir es nicht gesagt“, rückt der Radsportler sein Hobby ins rechte Licht.

Das Ehrenzeichen der Stadt Wiener Neustadt erhielt Hermann Mayrhofer 2011 aber nicht als Radsportler, sondern als Anerkennung für eine seiner weiteren Tätigkeiten. 1976 gründete er gemeinsam mit Leopold Hummelbrunner den Radsportverein ARBÖ Wiener Neustadt. Vor zwei Wochen wurde er als Obmann wieder gewählt. Wer das Radkriterium im Musikantenviertel kennt, der ahnt jetzt wahrscheinlich, wer als Organisator dahinter steckt: genau, der frischgekürte Radler des Monats Juni 2014. Mayrhofer: „Leider fällt es heuer erstmals aus. Wir suchen nach einer neuen Streckenführung und hoffen, dass es nächstes Jahr weiter geht.“ Bis zu 100 RadsportlerInnen flitzten in den besten Jahren durch die Straßen Wiener Neustadts.

Neben der Wiederaufnahme des Kriteriums hat Mayrhofer einen weiteren Wunschtraum. „Wenn ich mal einen Sechser im Lotto mache, dann kauf ich mir ein neues Rad. Eines mit zwei Rädern vorne und einem hinten – die sind aber sehr teuer.“ Bis dahin muss er mit seinem 28 kg schweren Dreirad – samt zwei Rädern hinten und einem vorne – auskommen. Wenn er erzählt, wie er damit auskommt, wird einigen der Atem weg bleiben. Anderen wiederum macht er Mut. „Die Alltagswege zum Bäcker, zum Spar oder zum Merkur fahr ich alle mit dem Rad – selbstverständlich. Kürzere Strecken über die Fischauer Vorberge sind auch kein Problem. Genauso wie Touren auf dem Biedermeier-Radweg oder dem Thermenradweg. Auf 10 km komme ich so und so täglich, auch ohne eine Ausfahrt.“ Der Schlaganfall hat ihn in seiner Mobilität zwar eingeschränkt, konnte ihn aber nicht bremsen: „Das Radfahren hat mir einen Teil des vorher Selbstverständlichen im Leben wieder zurückgegeben.“

Der Mutmacher ist mit den Radbedingungen in Wiener Neustadt übrigens durchaus zufrieden. „Ich versteh die Leute nicht, die aufs Rad verzichten. Neustadt ist schön flach. Hier kann man bequem Radfahren.“ Und auch in diesem Bereich hat sich Mayrhofer nicht auf andere verlassen, sondern hat selbst mitgemischt: „Der eine oder andere Radweg ist dank unserer Initiative entstanden.“

Text: Hannes Höller. Fotos: Alexander Hawel

RadlerInnen des Monats: Kennen Sie wen, den Sie gerne nominieren würden oder sind Sie selbst geeignet, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Die RadlerInnen des Monats werden auch in der NÖN – Wiener Neustadt vorgestellt.


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Radler des Monats April: Norbert Horvath (34, Josefstadt)

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Von Andorra in die Josefstadt

Ein Rad von der Stange kommt für ihn nicht in Frage. Norbert Horvath war schon immer ein Bastler. Ein verspielter noch dazu. „Ich hab mir mein altes Bike-Polo-Rad umgebaut. Das Herzstück sind der Rahmen, der aus Andorra kommt, und das wendbare Hinterrad“, beschreibt er sein Zweirad. Joker, wie ihn eigentlich alle nennen, hat eine kleine Bike-Polo-Szene in Wiener Neustadt aufgebaut. „Wir haben immer sonntags am Maria-Theresia-Platz in der MilAk gespielt.“ Höhepunkt der sportlichen Karriere war ein Turnier im Rahmen des Wiener Neustädter Jugendkulturfestivals „Invasion“. Joker war dabei in doppelter Funktion tätig: als Spieler und als Mitarbeiter des Jugend- und Kulturhauses Triebwerk auch als Organisator.

Entspanntes Verhältnis zur Mobilität

14 Jahre lang war er im Triebwerk am Alten Schlachthof tätig. Den täglichen Radweg von der Josefstadt zu seinem neuen Arbeitgeber musste er trotzdem nicht neu erkunden. Er ist einfach ein Gebäude weitergezogen und ist jetzt für die Arbeits- und Beschäftigungsinitiative Phönix tätig. „Meine zwei Schwerpunkte sind der Aufbau eines Ökogartens und eine Manufaktur – eine spannende Aufgabe.“  Spannend ist auch sein entspanntes Verhältnis zur Mobilität. „Ich hab erst vor zwei Jahren mit 32 den Führerschein gemacht. Aber nur, weil ich ihn beruflich gebraucht habe. Ich hab mir dann ein Auto gekauft und nach acht Monaten wieder verkauft. Mir war schnell klar, dass das wirklich nicht notwendig ist in Wiener Neustadt. Ich war schon immer ein Radfahrer und bleibe das auch.“ Auch wenn ihn manches nervt: „Ich komm viel in Neustadt herum, die Mießlgasse ist aber sicher die Straße, bei der sich die wenigsten Autofahrer an Tempo 30 halten.“

Jokers Tipp: „Österreich radelt zur Arbeit“

95 % der Wege sind in Neustadt mit dem Rad zu schaffen. Mein Tipp für Umsteiger: Im Mai bei der Aktion „Österreich radelt zur Arbeit“ mitmachen. Gemeinsam mit ArbeitskollegInnen macht es noch mehr Spaß. Dann kommen auch Sie drauf, dass viele Wege mit dem Rad zu schaffen sind.“

Text: Hannes Höller. Fotos: Alexander Hawel.

RadlerInnen des Monats: Kennen Sie wen, den Sie gerne nominieren würden oder sind Sie selbst geeignet, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Die RadlerInnen des Monats werden auch in der NÖN – Wiener Neustadt vorgestellt.


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Plus/Minus der Radlobby – Oktober 2013

🙂 Radweg Ungargasse: Auf Initiative der Radlobby wurde der erhöhte Radweg vor dem Eissalon Salek abgesenkt.

🙂 Bewusstseinsbildung: Diskussion „Meine Mobilität ohne Auto“, Straßenmalen und Workshops in der VS Barwitzius und ein Mobilitätsaktionstag auf dem Hauptplatz – Wiener Neustadt hat sich an der europaweiten Mobilitätswoche beteiligt.

🙂 Bahnhof: Der Bauhof reagierte schnell und entfernte die Glassplitter bei der Radabstellanlage beim neuen Parkdeck.

😦 Josefstadt: Überhöhte Geschwindigkeit, zu knapper Abstand beim Überholen, bauliche Mängel bei Radwegen – RadlerInnen flüchten in der Mießlgasse vor Autos auf die Gehsteige.

 

Die Plus/Minus-Rubrik wird von der Radlobby Wiener Neustadt erstellt und erscheint auch in den Wiener Neustädter Nachrichten – dem Amtsblatt der Stadt Wiener Neustadt.

Schick uns Dein Plus/Minus: Mail mit Name und Kurzbeschreibung an wiener.neustadt@radlobby.at.