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Alles rund ums Radfahren in Wiener Neustadt.


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Radfahren im Winter? Das ist gut für Sie.

WNN-Radfahrer Hannes Höller, WNN 11/2016

Die Zeiten ändern sich. Auch in Wiener Neustadt. Immer mehr dehnen die Radsaison aus. Statt von Frühjahr bis in den Herbst, fahren sie jetzt das ganze Jahr über mit dem Rad.

Schauen wir uns einmal das Thema “Radfahren im Winter” aus ärztlicher Sicht an. Bewegung im Freien bietet in den Wintermonaten einen doppelten Vorteil. Zum einen wird das Immunsystem gefordert. Das wirkt wie eine Art Impfung für den Organismus und stärkt die Abwehrkräfte. Zum anderen tankt man automatisch Tageslicht. Das fördert die Vitamin D-Produktion und schützt gegen Herzinfarkt oder Schlaganfall und hilft dem Körper, das für die Knochen so wichtige Kalzium aufzunehmen.

Aus praktischer Erfahrung kann ich Ihnen auch versichern, dass das Wetter nur ganz, ganz selten wirklich so mies ist, dass Sie Ihr Rad nicht nutzen können. Ein paar Tipps noch, wie Sie sich und Ihr Fahrrad winterfit machen:

  • Fahrrad: Besonders wichtig ist eine gute Beleuchtung – empfehlenswert sind Aufstecklichter, Nabendynamos sowie als Rücklicht ein Standlicht. Ausreichend vorhandene Reflektoren vorne und hinten sowie Katzenaugen oder in die Reifen integrierte Reflektorstreifen ebenso.
  • Fahrweise: Tempo an Fahrbahnverhältnisse anpassen. Bei glatter Fahrbahn oder Schnee den Sattel etwas niedriger stellen und den Reifendruck verringern.
  • Radservice: Die Kette ölen, damit diese nicht rostet. Im Winter öfters reinigen.
  • Bekleidung: Zweibelprinzip nutzen – mehrere Kleidungsschichten übereinander ziehen. Atmungsaktive Kleidung wärmt und gibt Feuchtigkeit nach außen ab. Handschuhe und Haube nicht vergessen.

Gute Fahrt mit Ihrem Rad auch im Winter.

 


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BEAT THE STREET – Wiener Neustadt

Von 6. April bis 20. Mai 2016 wird in Wiener Neustadt ein ganz besonderes und innovatives Bewegungsprojekt zum ersten Mal in Österreich umgesetzt – BEAT THE STREET.

Beat the Street ist ein Geh, Lauf-, und Radfahrspiel für ganz Wiener Neustadt! Sammeln Sie gemeinsam Punkte und Kilometer und gewinnen Sie Preise, indem Sie mit speziellen Karten oder Schlüsselanhängern so genannte Beat Boxen berühren, während Sie sich in Ihrer Gemeinde bewegen.

Schaffen Sie es gemeinsam mit Ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern 200.000 km bei diesem Wettlauf ins All zurück zu legen – egal ob zu Fuß, mit dem Rad oder dem Roller – bekommt Wiener Neustadt Mobilitätsspielgeräte zur freien Benutzung für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos zur Verfügung gestellt!

Bei speziellen Boxen können Sie mit einem „Glückstreffer“ Zusatzpreise gewinnen. Das Gewinnerteam bzw. die Gewinner-Schule erhält außerdem einen Geldpreis von € 1.000,– für Sport-, und Spielgeräte.

Mit jeder Strecke, die Sie zurücklegen und dabei möglichst viele Beat Boxen antippen, erhöht sich Ihr Gesamtpunktestand, der Ihres Teams sowie der Kilometerstand der ganzen Gemeinde. Machen Sie mit und erreichen Sie gemeinsam 200.000 Kilometer auf dem Weg ins All!

Wettlauf mit Landeshauptstadt St. Pölten:

BEAT THE STREET wird mit der gleichen Zielsetzung parallel in einer weiteren Stadt-Gemeinde Niederösterreichs, in St. Pölten ausgerufen. So wird ein gewisser Vergleichs-Wettbewerb entstehen und der Zusammenhalt und Team-Aspekt der jeweiligen Stadtgemeinde gestärkt.

Wer kann teilnehmen?

BEAT THE STREET Karten sind beim Bürgerservice Wiener Neustadt, beim Stadtmarketing sowie im alten Rathaus kostenlos abzuholen. „Man kann sowohl einzeln als auch als Gruppe teilnehmen, oder sich zu einer Gruppe oder Schulklasse dazu nennen. Selbstverständlich können auch Vereine, Firmen oder Jugendgruppen mitmachen, alle sind willkommen. Das Projekt läuft sechs Wochen.

Bewegungsbotschafter Helge Payer Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger Schulkoordinator Hofrat Direktor Dr. Werner Schwarz Dr. Petra Burger, The Coca-Cola Foundation mit Benedikt, Emma, Linda, Lisa, David und Lukas. Foto: Stadt Wiener Neustadt

Bewegungsbotschafter Helge Payer, Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger, Schulkoordinator Hofrat Direktor Dr. Werner Schwarz, Dr. Petra Burger, The Coca-Cola Foundation mit Benedikt, Emma, Linda, Lisa, David und Lukas. Foto: Stadt Wiener Neustadt

 


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wn.radelt auf Rezept: Wiener Neustädter Alltagsradlerin gewinnt Gesundheits-E-Bike!

35 Jahre lang fährt Gabriele Jeitl bereits mit ihrem vom ersten Lehrgeld gekauften Fahrrad. Jetzt steigt die Alltagsradlerin auf mehr Komfort um. Frau Jeitl wurde im Rahmen von „wn.radelt auf Rezept“ als Preisträgerin eines Gesundheits-E-Bikes gezogen.

Die Aktion „wn.radelt auf Rezept“ lief fünf Monate lang. 22 Ärzte und alle 8 Apotheken in Wiener Neustadt legten 3.000 wn.radelt-Rezepte auf und empfahlen ihren PatientInnen und KundInnen das Fahrrad als praktische Lösung vieler gesundheitlicher Probleme. „Der Fahrkomfort auf dem E-Bike ist wunderbar. Man sitzt schön aufrecht und fährt herrlich leicht“, freut sich die Gewinnerin. Neben Schnellladefunktion, leichtem Akku, einer 8-Gang-Nabenschaltung, Diodenscheinwerfer und hydraulischer Felgenbremse, verfügt das E-Bike auch über einen Radcomputer auf dem Trittfrequenz und Puls abgelesen werden können.

Baustadtrat DI Franz Dinhobl (l.), Gewinnerin Gabriele Jeitl und Energiebeauftragter DI Martin Hesik (r.) bei der Übergabe des E-Bikes.

Baustadtrat DI Franz Dinhobl (l.), Gewinnerin Gabriele Jeitl und Energiebeauftragter DI Martin Hesik (r.) bei der Übergabe des E-Bikes.

Arbeitsweg wird jetzt doppelt leichter

Ab sofort wird Jeitl gemütlich mit ihrem Gesundheits-E-Bike in die Arbeit zur Bäckerei Linauer in der Pottendorfer Straße rollen. „Das einzige unsichere Stück auf meinem Arbeitsweg ist ab dem Auge Gottes – da fehlt ein Radweg.“ In diesem Punkt überbrachte der erste Gratulant und Baustadtrat DI Franz Dinhobl die zweite Überraschung: „Im kommenden Jahr werden wir diese Radweg-Lücke bis zur Stadionstraße schließen. Mit Bewusstseinsbildung und den richtigen Infrastrukturprojekten machen wir Wiener Neustadt noch attraktiver für RadfahrerInnen.“

Radkampagne läuft seit eineinhalb Jahren

Die bewusstseinsbildende Aktion „wn.radelt auf Rezept“ wurde von der Stadt Wiener Neustadt, dem Klimabündnis Niederösterreich und der Radlobby Wiener Neustadt durchgeführt. Die vom Klima- und Energiefonds geförderte Maßnahme ist Teil der vor eineinhalb Jahren von der Klima- und Energiemodellregion Wiener Neustadt gestarteten Radkampagne wn.radelt.


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Links zum Thema „Gesundheit und Radfahren“

gesundheit.gv.at

öffentliches Gesundheitsportal

gesund.co.at

öffentliches Gesundheitsportal

Weitere Tipps


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wn.radelt auf Rezept: Ärztin empfiehlt das Rad

Martina Fink ist leidenschaftliche Radfahrerin. Sie weiß, was ihrem Körper gut tut. Und das aus der Praxis und auch in der Praxis. Denn Martina Fink ist auch Ärztin für Allgemeinmedizin.

„Samstag mit dem Rad gemütlich auf den Markt am Hauptplatz. Das ist für mich Lebensqualität.“

Martina Fink, Ärztin für Allgemeinmedizin & Homöopathie (Foto, 3.v.r.).

Radeln auf Rezept


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Startschuss für wn.radelt auf Rezept

Neustädter Ärzte empfehlen: Radeln & E-Rad gewinnen!

rezept_vorderseiteVon Mai bis September läuft die Aktion “wn.radelt auf Rezept“. Ärzte in Wiener Neustadt verteilen wn.radelt-Rezepte und empfehlen ihren PatientInnen das Fahrrad als praktische Lösung vieler gesundheitlicher Probleme. Neben Gesundheit können Patienten bei der von der Stadt Wiener Neustadt, dem Klimabündnis Niederösterreich und der Radlobby Wiener Neustadt durchgeführten Aktion auch ein Gesundheits-E-Bike im Wert von 2.500 Euro gewinnen.

Das können Sie gewinnen:

Hauptpreis ist ein KTM Macina Eight Plus im Wert von 2.500 Euro. 150 km Reichweite, Schnellladefunktion, hochwertiger & leichter Akku, 8-Gang-Nabenschaltung, Federgabel, Diodenscheinwerfer und hydraulische Felgenbremse. Mit einem kabellosen Radcomputer können Sie Trittfrequenz und Puls messen.

So können Sie am Gewinnspiel teilnehmen:

  • füllen Sie ein wn.radelt-Rezept aus und geben Sie es in einer Neustädter Apotheke nach Wahl ab
  • oder schicken Sie ein Mail mit Kennwort „wn.radelt auf rezept“ an office@wnsks.at, bitte geben Sie Name sowie Anschrift oder Mailadresse an

Einsendeschluss: 15. September 2015. Die Verlosung erfolgt im September 2015.

wn.radelt auf Rezept ist eine Maßnahme der Klima- und Energiemodellregion Wiener Neustadt, gefördert durch den Klima- und Energiefonds.

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Radlerin des Monats August: Mariella Gögele (34, Ungarviertel)

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Die Lastenrad-Botschafterin und ihr Cabrio

Sie weiß, was Kinder brauchen. Und sie weiß, wie und wann sich Kinder so richtig wohlfühlen. Die Radfahrerin des Monats August, Mariella Gögele, ist Trageberaterin, Stoffwindelberaterin und Stillberaterin. Ihren beiden Kindern Elmar (11 Monate) und Konstantin (3 Jahre) gönnt sie jetzt den Luxus eines Cabrios auf drei Rädern. Auf ihrer Sitzbank machen es sich die beiden gemütlich, frische Luft weht ihnen durch die Haare und eine bessere Aussicht auf die großen Abenteuer da draußen, gibt’s für die Kleinen in keinem anderen fahrbaren Untersatz.

Zum Herzeigen & Hinschauen

Seit einem Monat ist die Familie Gögele im Besitz eines Babboe. „Eine Freundin von mir hat sich ein Lastenrad gekauft. Da wusste ich, so etwas will ich auch. Das Problem war nur, dass diese Räder gebraucht auf willhaben immer sofort weg sind – eine Neuanschaffung war mir etwas zu teuer.“ Ein Lastenrad-Stand auf der Baby-Expo, eine Probefahrt und zwei Gutscheine für Zubehör und Montage später, sind sie und ihr Mann Edgar jetzt doch Besitzer eines Babboe. 4 Kinder passen gleichzeitig hinein, vom Wocheneinkauf gar nicht zu reden. „Es funktioniert super. Man gewöhnt sich irrsinnig schnell daran. Ich fahr täglich damit: entweder zum Einkaufen oder ich bring meinen Großen in den Kindergarten.“ 24 km ist sie vorher täglich mit dem Auto vom Ungarviertel zum Kindergarten in die Breitenauer Siedlung gefahren – jetzt geht das kostensparend und gemütlich zugleich mit dem Rad. Auch das regnerische Wetter ist bald kein Gegenargument mehr: ein leicht montierbares Regendach – mit Panorama-Blick für die Kinder inklusive – ist schon bestellt. 

Es werden auch bei uns mehr werden

Damit die Fragerei so richtig schön weitergehen kann. „Na, wo haben sie denn das her?“, „Ja wie fährt es sich denn damit“ sind so klassische, oft gestellte Fragen. Eigentlich sollte Mariella Gögele von der Lastenradfirma ein Werbehonorar verlangen: „Es ist unglaublich, wie die Leute auf unser neues Lastenrad reagieren. Alle sind begeistert. Ich muss ständig Fragen beantworten. Ich bin mir sicher, dass es in Wiener Neustadt bald mehr davon zu sehen gibt“. Vielleicht trägt sie als Lastenrad-Botschafterin auch ein Stück dazu bei, dass das Autochaos vor den Kindergärten und Schulen etwas eingebremst wird. Die Rahmenbedingungen dafür passen: „Ich habe in Eisenstadt und Wien gelebt. Von den Radwegen her ist es hier bei uns am besten. Ich fühle mich richtig wohl. Auch wenn es schon noch etwas zum Verbessern gibt: der Radweg Neudörfler Straße ist eine richtige Rumpelpiste und in der Ungargasse ist es zu schmal.“

Text: Hannes Höller. Fotos & Video: Alexander Hawel.

Unser Tipp: Blog von Heavy Pedals – dem Lastenradspezialisten in Österreich.

RadlerInnen des Monats: Kennen Sie wen, den Sie gerne nominieren würden oder sind Sie selbst geeignet, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Die RadlerInnen des Monats werden auch in der NÖN – Wiener Neustadt vorgestellt.


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Radler des Monats Juli: Peter Bösch (68, Innenstadt)

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Der Rad-Primar aus dem Rad-Land

„Wiener Neustadt eignet sich perfekt zum Radfahren. Es ist schön flach, es regnet sehr selten und die Stadt ist nicht allzu groß.“ Was Peter Bösch da so sicher macht: der Vergleich und die jahrelange Praxis. Der Radfahrer des Monats Juli ist schon von Klein auf mit dem Rad unterwegs gewesen. Ins Gedächtnis hat sich sein Firmungsgeschenk gebrannt. „Ein blaues Puch-Rad mit einer 3-Gangschaltung. Das hat man bei uns damals nicht gekannt – einfach herrlich“, so Bösch. „Bei uns“, das war Dornbirn in Vorarlberg. Sein blaues Puch hat ihn überall hin gebracht: in die Schule genauso wie danach zum Schwimmen an den Bodensee. „In Vorarlberg fährt jeder mit dem Rad. Das war damals schon so und ist heute nicht anders.“

Die etwas anderen Erfahrungen

Völlig neue Erfahrungen hat er dann mit dem Umzug nach Wiener Neustadt gemacht. „Das war vor 30 Jahren. Ich bin wegen des Jobs hier her gekommen“. Bösch wurde Leiter der orthopädischen Abteilung im Krankenhaus Wiener Neustadt. Mit im Gepäck hatte er auch jede Menge an Fahrrad-Utensilien – einige Regenüberwürfe zum Beispiel. Erfahrung 1: Neustadt ist im Vergleich zum Rad-Land Vorarlberg eine Trockenzone. Erfahrung 2: In Neustadt fährt ja kaum wer mit dem Rad. „Ich hab das ehrlich gesagt nicht wirklich verstanden. Ich bin aber trotzdem weiterhin aufs Rad gestiegen. Mittlerweile hat sich das zum Glück geändert. Bestes Beispiel ist das Krankenhaus: früher gab es kaum Radabstellplätze, jetzt gibt es riesige Anlagen und die sind voller Räder.“

Hören Sie auf Ihren Doktor

Geändert hat sich auch sein beruflicher Alltag. Univ-Prof. Dr. Bösch ist jetzt Projektleiter: „Ich bereite die Absiedlung der orthopädischen Abteilung nach Neunkirchen vor.“ Seine Ordination in der Bahngasse führt er weiterhin. Und dort „verschreibt“ er seinen PatientInnen das Radfahren: „Es gibt viele – vor allem ältere Personen, die nicht mehr aufs Rad steigen. Weil ihnen die Knie weh tun, weil sie Schwindelprobleme haben, weil der Nacken schmerzt oder weil sie Angst vor einem Sturz haben. Für Herz- und Kreislauf und Blutdruck gibt es aber kaum etwas Besseres. Wichtig sind das richtige Rad und die richtige Einstellung: Die Rahmengröße muss stimmen und die Sattelhöhe sowie die Distanz zwischen Sattel und Lenkrad individuell angepasst werden. Meistens ist der Sattel zu niedrig eingestellt, da bekomm ich schon beim Hinsehen Knieschmerzen. Für Personen mit Hüftproblemen gibt es mittlerweile ja auch sehr gute Räder mit tiefem Einstieg und falls wer Schwindel hat, kann er ein Dreirad nutzen.“ Der Klassiker unter den Gesundheitsprobleme ist das Kreuz, auch da rät der Primar zum Rad: „Wenn man Rad fährt, kommt man ganz von alleine aus dem Hohlkreuz wieder heraus. Man braucht nicht einmal einen Experten für die Einstellung von Lenker und Sattel. Probieren Sie es einfach aus. Man spürt schon, was einem gut tut.“ Hier gibt’s weitere Tipps zum Thema.

Nord-Süd-Achse & Kollonitschgasse

Und wo sieht der Rad-Primar aus dem Rad-Land in der eigentlich idealen Rad-Stadt Wiener Neustadt noch Verbesserungsmöglichkeiten: „Am Ring kann man schön fahren. Die Nord-Süd-Achse ist dagegen eine Katastrophe. Auf der Grazer Straße traut man sich nicht zu fahren. Dabei wäre es meiner Meinung nach kein Problem, wenn man dort mehr Platz für Radfahrer schafft. Gefährlich ist auch die Kollonitschgasse, vor allem die Kreuzung mit dem Ring. Da weiß man nicht, wo man sich einordnen soll.“

Text: Hannes Höller. Fotos: Alexander Hawel

RadlerInnen des Monats: Kennen Sie wen, den Sie gerne nominieren würden oder sind Sie selbst geeignet, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Die RadlerInnen des Monats werden auch in der NÖN – Wiener Neustadt vorgestellt.


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Landesklinikum Wiener Neustadt: Mitarbeiter radeln zur Arbeit

Der Kaufmännische Direktor Andreas Gamlich und die Pflegedirektorin Evelyn Fürtinger gratulierten Thomas Lentsch zu seinem Erfolg!

Der Kaufmännische Direktor Andreas Gamlich und die Pflegedirektorin Evelyn Fürtinger gratulierten Thomas Lentsch zu seinem Erfolg!

Autos sind bekanntlich ein teures und wenig umweltfreundliches Verkehrsmittel. Trotzdem steht das Privatauto als Fortbewegungsmittel in Österreich an erster Stelle. Einige Mitarbeiter im Landesklinikum Wiener Neustadt haben sich vorgenommen dies zu ändern und fahren mit dem Rad zur Arbeit – eine beachtliche Leistung.

„Nach einer Knieverletzung im Jänner 2013 habe ich begonnen zur Arbeit zu radeln. Die Bewegung hat meinen Heilungsprozess sehr unterstützt“, erzählt der zweifache Familienvater Ing. Thomas Lentsch. Seither möchte er das Radfahren nicht mehr missen. Ob Dunkelheit, frostige Temperaturen oder Regen – Ing. Thomas Lentsch legt drei Mal pro Woche die Strecke Pitten – Wiener Neustadt – Pitten (35 km hin und retour) mit dem Rad zurück. Morgens genießt er die Natur, wenn er den Föhrenwald durchquert, beim Nachhausefahren kann er herrlich abschalten.

Aktion „Radelt zur Arbeit“

Ing. Thomas Lentsch ist, so wie seine Kollegen von der Haus- und Betriebstechnik Richard Siemeister und Roland Stangl und Andreas Gregor von der Betriebsfeuerwehr, Teilnehmer der Aktion „Radelt zur Arbeit“. Auf der Online-Plattform www.radeltzurarbeit.at sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedenster Unternehmen und Organisationen aus ganz Österreich registriert. Sie alle legen mehrmals wöchentlich ihren Weg zur Arbeit mit dem Rad zurück. Die Anzahl gefahrener Kilometer kann händisch eingetragen werden, es gibt aber auch eine Smartphone-App, die die Kilometer automatisch erfasst.

„Als Klimabeauftragter geht Herr Lentsch mit gutem Beispiel voran. Wir freuen uns natürlich, wenn sich mehr und mehr unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anschließen und gemeinsam den Vorjahreswert der geradelten Kilometer brechen. In einer Gesundheitseinrichtung sind wir besonders stolz, wenn unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch etwas für ihre eigene Gesundheit tun“, lobt der Kaufmännische Direktor des Landesklinikums, Mag. Andreas Gamlich, das Engagement der Angestellten.

Für Umwelt, Geldbörse und Fitness

Ing. Thomas Lentsch kennt die Vorzüge des Fahrrades im Vergleich zum Auto. „Wenn ich auch täglich 35 Minuten länger brauche als es mit dem Auto der Fall wäre, so hat das Radfahren sehr wohl seine Vorteile. Damit spare ich mir jährlich unglaubliche 1.380 Euro. Zusätzlich komme ich auf eine CO2-Einsparung von einer halben Tonne pro Jahr. Das entspricht der Aufnahmekapazität von 45 Bäumen“, so der 42-Jährige. Positiver Nebeneffekt des Radfahrens: Thomas Lentsch tut nicht nur etwas für die Umwelt und seine Geldbörse, durch den intensiven Sport hat er auch 12 kg abgenommen.

Quelle: NÖ Landeskliniken-Holding


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Radler des Monats Juni: Hermann Mayrhofer (67, Josefstadt)

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Ein Wirklicher Hofrat als Mutmacher.

Viele Fahrräder begleiteten ihn bereits durch sein Leben. Sein heutiges Fahrrad hat ihm ein gutes Stück aus der schwierigsten Phase in seinem Leben geholfen. Dass Hermann Mayrhofer heute immer noch Rad fährt, ist nämlich alles andere als selbstverständlich.

„Es war der 15. November 1997“, schießt es aus ihm heraus. Ein Schlaganfall traf ihn wie aus heiterem Himmel. „Ich war verzweifelt. Ich wusste weder den Namen meiner Kinder noch den meiner Frau. Gehen konnte ich auch nicht. Vom Radfahren gar nicht zu reden“, blickt Hermann Mayrhofer zurück. Bis zu diesem Tag hat sich der Ur-Josefständer, er wurde dort geboren und wohnt dort immer noch, Stück für Stück nach oben gearbeitet. Nach der Handelsschule startete er bei der Gemeinde Pottendorf, dann holte er die Matura nach und begann zu studieren. „Germanistik und Publizistik – neun Jahre habe ich gebraucht. Dazwischen habe ich arbeiten müssen, um mir das Studium zu finanzieren.“ Von 1978 bis 1982 war Mayrhofer Bezirkssekretär der SPÖ in Wiener Neustadt. Von dort wechselte er zur AZ – zur Arbeiter-Zeitung. Bis 1991 war er Chefredakteur der Niederösterreich-Ausgabe. „Bis zum bitteren Ende“, ergänzt Mayrhofer und spielt auf die Einstellung des ehemaligen Zentralorgans der SPÖ an. Jobsorgen brauchte er sich trotzdem keine zu machen. Der damalige Landeshauptmann Siegfried Ludwig klopfte bei ihm an. „Einige Gehaltsverhandlungen später war ich Mitarbeiter des Amtes der Niederösterreichischen Landesregierung.“ Und wieder einige Jahre später wurde er „Wirklicher Hofrat“ – ein Titel, den österreichische Bundesländer vergeben. „Wirklich“ bedeutet übrigens „wirkend“.

Genauso zielstrebig wie im Job war er aber auch beim Radfahren. Der Radrennsport war und ist seine große Leidenschaft. „1969 hab ich als Radrennfahrer begonnen“, schießt auch dieses Datum aus ihm heraus. „Mein Spezialgebiet war hügeliges Terrain und mein größter Erfolg ein 7. Platz in Pitten bei einem A-Rennen – das ist die höchste Wertungsklasse im Radrennsport. Gewonnen hat damals übrigens der österreichische Bergmeister Anton Schöllberger.“ So richtig sentimental wird es, als Mayrhofer einen Nebenraum seines Einfamilienhauses öffnet. Schon leicht verstaubt, aber in voller Eleganz hängt es da: sein Rennrad – ein echtes Pinarello. „Während des Studiums bin ich 90 km pro Tag gefahren – unter der Woche. Am Wochenende gabs dann die Rennen. Eigentlich waren wir damals Profis, nur haben wir es nicht gesagt“, rückt der Radsportler sein Hobby ins rechte Licht.

Das Ehrenzeichen der Stadt Wiener Neustadt erhielt Hermann Mayrhofer 2011 aber nicht als Radsportler, sondern als Anerkennung für eine seiner weiteren Tätigkeiten. 1976 gründete er gemeinsam mit Leopold Hummelbrunner den Radsportverein ARBÖ Wiener Neustadt. Vor zwei Wochen wurde er als Obmann wieder gewählt. Wer das Radkriterium im Musikantenviertel kennt, der ahnt jetzt wahrscheinlich, wer als Organisator dahinter steckt: genau, der frischgekürte Radler des Monats Juni 2014. Mayrhofer: „Leider fällt es heuer erstmals aus. Wir suchen nach einer neuen Streckenführung und hoffen, dass es nächstes Jahr weiter geht.“ Bis zu 100 RadsportlerInnen flitzten in den besten Jahren durch die Straßen Wiener Neustadts.

Neben der Wiederaufnahme des Kriteriums hat Mayrhofer einen weiteren Wunschtraum. „Wenn ich mal einen Sechser im Lotto mache, dann kauf ich mir ein neues Rad. Eines mit zwei Rädern vorne und einem hinten – die sind aber sehr teuer.“ Bis dahin muss er mit seinem 28 kg schweren Dreirad – samt zwei Rädern hinten und einem vorne – auskommen. Wenn er erzählt, wie er damit auskommt, wird einigen der Atem weg bleiben. Anderen wiederum macht er Mut. „Die Alltagswege zum Bäcker, zum Spar oder zum Merkur fahr ich alle mit dem Rad – selbstverständlich. Kürzere Strecken über die Fischauer Vorberge sind auch kein Problem. Genauso wie Touren auf dem Biedermeier-Radweg oder dem Thermenradweg. Auf 10 km komme ich so und so täglich, auch ohne eine Ausfahrt.“ Der Schlaganfall hat ihn in seiner Mobilität zwar eingeschränkt, konnte ihn aber nicht bremsen: „Das Radfahren hat mir einen Teil des vorher Selbstverständlichen im Leben wieder zurückgegeben.“

Der Mutmacher ist mit den Radbedingungen in Wiener Neustadt übrigens durchaus zufrieden. „Ich versteh die Leute nicht, die aufs Rad verzichten. Neustadt ist schön flach. Hier kann man bequem Radfahren.“ Und auch in diesem Bereich hat sich Mayrhofer nicht auf andere verlassen, sondern hat selbst mitgemischt: „Der eine oder andere Radweg ist dank unserer Initiative entstanden.“

Text: Hannes Höller. Fotos: Alexander Hawel

RadlerInnen des Monats: Kennen Sie wen, den Sie gerne nominieren würden oder sind Sie selbst geeignet, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Die RadlerInnen des Monats werden auch in der NÖN – Wiener Neustadt vorgestellt.