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Alles rund ums Radfahren in Wiener Neustadt.


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Eine neue Kultur auf unseren Straßen.

WNN-Radfahrer Hannes Höller, WNN 10/2017

Wenn Sie zu Fuß unterwegs sind, dann wollen Sie am Gehsteig nicht gestört werden.
Wenn Sie mit dem Rad unterwegs sind, dann wollen Sie am Radweg freie Bahn haben.
Und wenn Sie mit Auto fahren, dann wollen Sie die Fahrspur für sich haben.

Rechtlich ist mittlerweile alles bis auf den letzten Beistrich geklärt. Wer darf was, wann und wo. Und wer ist schuld, wenn sich wer nicht an die unzähligen Gebote und Verbote hält. Für den Fall der Fälle gibt es dann den Strafenkatalog. Die Aggressionen steigen im Straßenverkehr. Gleichzeitig steigt die Verunsicherung.

Übersehe ich mit dem Auto eh niemanden vor dem Zebrastreifen?
Werde ich mit dem Rad nicht zu knapp von Autos überholt?
Und kommt von hinten kein Rad in der Fußgängerzone?

Letzteres ist ein aktuelles Thema. In der Herzog Leopold-Straße dürfen Radfahrende rund um die Uhr im Schritttempo fahren. Wir von der Radlobby haben im Rahmen dieser Umstellung Leute informiert und geben zwei recht einfache Tipps: 1. Falls Sie am Rad das Bedürfnis verspüren, klingeln zu müssen, dann sind Sie zu schnell unterwegs und 2. lieber einmal mehr absteigen und schieben.

Wir brauchen wieder eine Kultur des Miteinander. Egal wie Sie unterwegs sind, rechnen Sie mit Fehlern von anderen – es muss ja nicht immer Absicht sein. Aggressionen lösen meist keine Konflikte. Im Gegenteil, Sie ärgern sich nur noch länger und steigern den Blutdruck.

Es gibt viele Möglichkeiten, städtebaulich dieses Miteinander zu fördern. Radfahren gegen die Einbahn ist eine davon. Begegnungszonen eine andere. Österreichweit gibt es mittlerweile über 50 Plätze und Straßen dieser Art, in denen Gehende, Rad- und Autofahrende auf Basis gegenseitiger Rücksichtnahme eine Fläche gemeinsam nutzen. Ein weiteres Beispiel wäre Rechtsvorrang in den ohnehin verkehrsberuhigten Wohnvierteln. Eine vorsichtige Fahrweise und Blickkontakt sind hier die Lösung. In Wiener Neustadt gibt es noch keine Begegnungszonen und noch viel zu viele geregelte Kreuzungen. Es wäre also viel Potential vorhanden, dieses Miteinander in Wiener Neustadt weiter zu fördern.

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Fußgängerzonen ab sofort für Radverkehr im Schritttempo geöffnet

Die Fußgängerzone Herzog Leopold-Straße sowie die wichtigsten Querungen in der Wiener Neustädter Innenstadt sind ab sofort für den Radverkehr im Schritttempo geöffnet. Radfahrerinnen und Radfahrer sollen ihre Ziele dadurch besser erreichen und die Innenstadt auf kurzem Weg durchqueren können.

Schritttempo

Mag. Hannes Höller (Radlobby Wiener Neustadt) mit Jakob, Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger, Stadtrat DI Franz Dinhobl und Gemeinderat Franz Hatvan. Foto: Stadt Wiener Neustadt/Weller

Mit der Installation zusätzlicher Fahrradabstellanlagen auf dem Hauptplatz konnten wir bereits im Sommer ein weiteres Service für die Kundinnen und Kunden der Innenstadt setzen“, so Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger und der zuständige Stadtrat DI Franz Dinhobl, „mit der Öffnung der Fußgängerzonen möchten wir nun eine weitere Maßnahme einerseits zur Attraktivierung des Radverkehrs, andererseits zur Belebung der Innenstadt setzen. Die Betonung liegt aber auf ‚im Schritttempo‘ – wir appellieren an alle Radfahrerinnen und Radfahrer, sich rücksichtsvoll gegenüber den Fußgängerinnen und Fußgängern zu verhalten und speziell auf Kinder zu achten, sodass ein friedliches Miteinander möglich ist.“

 Folgende Fußgängerzonen sind für den Radverkehr im Schritttempo geöffnet:

  • Herzog Leopold-Straße ab Ferdinand Porsche-Ring bis Hauptplatz
  • Reyergasse ab Herrengasse und Singergasse bis Haggenmüllergasse
  • Friedrichsgasse ab Herrengasse bis Herzog Leopold-Straße und weiter bis Hauptplatz
  • Herrengasse ab Friedrichsgasse und Adlergasse bis Grübelgasse
  • Domgasse ab Domplatz und Rosengasse bis Grazer Straße
  • Augustingasse ab Domplatz und Deutschgasse
  • Petersgasse ab St.Peter/Sperr und Wiener Straße von Petersgasse bis Baumkirchnerring; Grünangergasse: Einbahn in Richtung Westen
  • Sparkassengasse und Schulgasse bis Kesslergasse und Kesslergasse von Hauptplatz bis Schulgasse
  • Neunkirchner Straße ab Hauptplatz bis Bahngasse
  • Allerheiligengasse ab Herzog Leopold-Straße bis Haggenmüllergasse
  • Nach der Neugestaltung der Fußgängerzone Wiener Straße ca. ab Mitte 2018: Wiener Straße ab Hauptplatz bis Eyerspergring

Gemeinsam mit der Radlobby Wiener Neustadt wurde auch ein Info-Folder zum Thema gestaltet, der in den beiden Rathäusern aufgelegt wird: DINlang_Folder_FUZORadfahren

 


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Neue Werbekampagne der Radlobby für Neustädter Innenstadt

Silvia Gärtner (Weltladen) und Hannes Höller (Radlobby) präsentieren die neue Werbekampagne "Jeder Tag ist Einkaufstag" für die Neustädter Innenstadt. Foto: Karl Zauner / Radlobby

Silvia Gärtner (Weltladen) und Hannes Höller (Radlobby) präsentieren die neue Werbekampagne „Jeder Tag ist Einkaufstag“ für die Neustädter Innenstadt.
Foto: Karl Zauner / Radlobby

Radlobby unterstützt Innenstadt-Geschäfte mit der Kampagne „Jeder Tag ist Einkaufstag“. RadfahrerInnen lassen Kasse lauter klingeln als AutofahrerInnen.

Die Stadt Wiener Neustadt startete vor kurzem zur Bewerbung der Innenstadt die Aktion „Donnerstag ist Einkaufs-Nachmittag„. Und richtet sich damit an AutofahrerInnen. Allerdings sind gerade RadfahrerInnen die ideale Zielgruppe für die Innenstadt. „Für Radfahrende ist jeder Tag Einkaufstag, nicht nur ein halber Tag pro Woche. Ihr Parkplatz ist rund um die Uhr gratis und direkt vor dem Geschäft. Die Parkplatzsuche fällt weg, der Stress mit dem ablaufenden Parkticket ebenso. Finstere Parkgaragen sind auch kein Thema. Das Potential an radfahrenden Kundinnen und Kunden ist in Wiener Neustadt sehr groß. Genau deshalb unterstützen wir die Innenstadt mit unserer Kampagne“, so Hannes Höller von der Radlobby.

RadfahrerInnen lassen Kasse klingeln

Dass Radfahrende den innerstädtischen Einzelhandel am besten beleben, ist auch durch nationale und internationale Studien belegt. Im Gegensatz zu autofahrenden Kundinnen und Kunden kommen sie mehrmals pro Woche einkaufen und halten sich länger in den Geschäften auf. Insgesamt geben sie auch mehr Geld aus. Gerade bei den vielen Fachgeschäften der Innenstadt, die auf persönliche Beratung und Betreuung setzen, kommt ein weiterer entscheidender Wettbewerbsvorteil hinzu: RadfahrerInnen sind für Aktionen und Werbemaßnahmen empfänglicher und zu ihnen können besser langfristige Bindungen aufgebaut werden.

Flyer_Jeder-Tag-ist-Einkaufstag

 


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Plus/Minus der Radlobby – Jänner 2016

🙂 Einbahnen: Unsere Initiative trägt weiter Früchte. Für RadlerInnen in beide Richtungen befahrbar sind jetzt auch die Flotowgasse, Wattgasse, Daimlergasse, Gauermanngasse, Wiesenbachgasse und Günthergasse..

🙂 Ostumfahrung: Die Bürgerinitiative „Ostumfahrung – So nicht!“ setzt sich für Alternativen und weniger Verkehr ein. 300 Personen haben die Petition bereits unterzeichnet..

😦 Schnee: Weiterhin sind Schneestangen für RadlerInnen in der Dachensteingasse gefährlich platziert. Städte wie Wien haben bei der Schneeräumung dem Radverkehr höhere Priorität eingeräumt.

🙂 FUZO: Die Entfernung der Vitrinen in den Fußgängerzonen geht voran. Jetzt kann die Ausweitung der bisher eingeschränkten Fahrerlaubnis für Radelnde erfolgen..

Die Plus/Minus-Rubrik wird von der Radlobby Wiener Neustadt erstellt und erscheint auch in den Wiener Neustädter Nachrichten – dem Amtsblatt der Stadt Wiener Neustadt.

Schick uns Dein Plus/Minus: Mail mit Name und Kurzbeschreibung an wiener.neustadt@radlobby.at.

Das Rad als Werbeträger in WN

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baeckerei_koeck2

Immer mehr Unternehmen in der Altstadt in Wiener Neustadt entdecken die RadfahrerInnen als Zielgruppe. Einerseits wurden die Bedingungen für RadlerInnen verbessert. Und andererseits gibt es auch gewichtige wirtschaftliche Gründe, die dafür sprechen.

Frischestes Beispiel ist die neu eröffnete Bäckerei Köck in der Fußgängerzone Herzog Leopold-Straße / Ecke Allerheiligengasse. Ein schönes Rad mit schönem Fahrradkorb vor dem Geschäft ist einfach ein richtiger Hingucker. Da holt man doch gerne frisches Gebäck.


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Plus/Minus der Radlobby – November 2014

🙂 Fußgängerzone: Problemlos verlief der Probelauf „Radfahren in den FUZOs Herzog Leopold-Straße und Wiener Straße“ – Radfahren wird unbefristet erlaubt. Nächster sinnvoller Schritt wäre die ganztägige Öffnung an Sonn- und Feiertagen.

😦 Sportanlage B54: Neue Sportanlagen wie das Stadion werden, ganz nach dem Prinzip „Mit dem Auto zum Sport“, an der Peripherie geplant. Kritik der Radlobby.

🙂 Sharrows: Um Radlerinnen mehr Platz zu geben, führt Tulln als 1. Gemeinde in NÖ diese wirkungsvolle, kostengünstige Straßenmarkierung ein. In Wiener Neustadt würde sich die Mießlgasse anbieten.

🙂 Anemonensee: Elterninitiative und Schulleitung der Sportmittelschule sowie der Kindergarten am Anemonensee fordern für ihre Kinder eine sichere Radanbindung.

Die Plus/Minus-Rubrik wird von der Radlobby Wiener Neustadt erstellt und erscheint auch in den Wiener Neustädter Nachrichten – dem Amtsblatt der Stadt Wiener Neustadt.

Schick uns Dein Plus/Minus: Mail mit Name und Kurzbeschreibung an wiener.neustadt@radlobby.at.