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Alles rund ums Radfahren in Wiener Neustadt.


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Plus/Minus der Radlobby – Februar 2017

😦 E-Bike-Verleih: Im Vorjahr noch als Erfolgsprojekt gefeiert, wurden die beiden E-Bike-Stationen am Bahnhof und bei der FH von der Fachhochschule – zumindest vorläufig – eingestellt.

😦 Merkurcity55 Millionen Euro wurden in den Umbau investiert. Für Fußgänger ist die Verkehrsführung gefährlich, auf Radfahrende wurde völlig vergessen. Note 5.

 

Die Plus/Minus-Rubrik wird von der Radlobby Wiener Neustadt erstellt und erscheint auch in den Wiener Neustädter Nachrichten – dem Amtsblatt der Stadt Wiener Neustadt.

Schick uns Dein Plus/Minus: Mail mit Name und Kurzbeschreibung an wiener.neustadt@radlobby.at.


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Die kleine Mathe-Aufgabe

Der WNN-Radfahrer Hannes Höller, WNN 02/2014

Wie schaut es bei Ihnen mit Mathematik aus? Ich gebe zu, mein Lieblingsfach war es nicht. Die Variablen, dann die Schlussrechnungen und dann die vielen Formeln. Für mich gab es Spannenderes und leichter Nachvollziehbares sowieso. Da geteiltes Leid, halbes Leid ist, können Sie mir vielleicht bei folgender Rechnung helfen. Was kommt heraus, wenn man Wunsch mit Vorsatz zusammenrechnet. Kurz: Wunsch + Vorsatz = ?

Beginnen wir mal mit dem Wunsch. Ist ja nie zu spät für Neujahrswünsche. Ich wünsche Ihnen genau das, was sich die meisten NeustädterInnen wünschen. Sie werden sich vielleicht fragen, wie ich das so genau wissen kann. Ganz einfach, ich halte mich an die Ergebnisse der letzten BürgerInnenbefragung. Unter dem Titel profuturo wurden 2008 Frau und Herr Neustädter befragt.

Die Ergebnisse der damals groß beworbenen Zukunftsbefragung haben es sich verdient, wieder einmal aus der Schreibtischlade geholt zu werden. An Aktualität haben diese nämlich nichts eingebüßt. Also, was ist den NeustädterInnen am wichtigsten? Die richtigen Antworten: ruhiges Wohnen und schadstoffarme Luft. Und befragt nach „was würden Sie als BürgermeisterIn tun?“ landete auf Platz 1: Verkehrsprobleme lösen. Letzter Platz übrigens: Ausbau der Einkaufszentren. Jetzt rechnen wir noch den am häufigsten genannten Neujahrsvorsatz hinzu: Mehr Sport treiben. 

Auch ohne große Mathe-Kenntnisse werden Sie jetzt wahrscheinlich die Gleichung lösen können. In kurz: Wunsch + Vorsatz = Fahrrad. Der Umstieg vom Auto aufs Fahrrad macht das Wohngebiet ruhiger, sorgt gleichzeitig für bessere Luft. Mehr Platz und bessere Bedingungen für RadlerInnen sorgen zudem für weniger Verkehrsprobleme und flüssigeren Verkehr. Und mit ein paar Radalltagswegen in die Arbeit oder zum Einkaufen haben Sie auch gleich ihr tägliches Sportprogramm erfüllt.

Ich wünsche Ihnen im heurigen Radjahr, dass genau diese Rechnung auch für Sie aufgeht.


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Die WNN heute und damals

 

Der WNN-Radfahrer Hannes Höller, WNN 4/2013

Diese Kolumne richtet sich wirklich nur an echte LeserInnen der Neustädter Nachrichten. Ich meine genau Sie. Sie, die Sie bis vor wenigen Jahren noch fleißig dieses beliebte regionale Wochenblatt gelesen haben.

Sie haben beim Blick ins Postkasterl letzten Monat sicher gezuckt. Da lachten Ihnen wieder die WNN entgegen. Diesmal jedoch in Form des Amtsblattes. Und Sie haben sicher auch gezuckt, als Sie zur Radkolumne geblättert haben. WNN, Radkolumne – da war doch was?

Kleine Erinnerungsstütze gefällig? Ich sag nur den Titel „Radschläge“. Und ich darf zitieren: „Wir sollten uns bloß darauf einigen, dass das Wachstum des Autoverkehrs Grenzen hat, die wir eigentlich schon überschritten haben. Die Verlegung der Geschäfte an den Stadtrand hat kaum einem wirklich genützt: Zum Einkaufen brauchen wir heute länger als früher, dafür sind die Geschäfte am Land und im Zentrum ruiniert. Wenn der Landeshauptmann von Krebsgeschwüren spricht, hat er Recht und Mitschuld gleichermaßen. Die Stadt ebenso, sie trägt auch mit den abgelegenen Fachhochschulen, dem Hallenbad und dem Kinozentrum fleißig zur Verkehrsvermehrung bei. Ins „Grüne“ zu ziehen, bringt nur kurz einen Vorteil, denn bald haben sich neue Häuser noch weiter ins „Grüne“ vorgekämpft. Und der Verkehr wächst und wächst.“

Klingelt es immer noch nicht? Dann darf ich Ihnen auf die Sprünge helfen und das Geheimnis lüften. Gerold Petritsch, seines Zeichens Gründer der Radlobby DINAMo, hat in den WNN Woche für Woche kräftig ausgeteilt, kräftig aufgemischt und schonungslos aufgezeigt, was RadlerInnen ärgert und sauer aufstößt. Die Kolumne unter dem Titel Radschläge war auch für mich ein wöchentlicher Fixpunkt.

Die Passage oben erschien übrigens im September 2000. An Aktualität hat sie leider nicht viel eingebüßt.


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Vom Auto- zum Radfahrer

Allzeit Neu-Radfahrer Hannes Höller, 9/2012

In jedem von uns steckt ein Erwin. Erwin ist mein Schwiegervater – zumindest fast, zur Heirat haben wir es noch nicht geschafft. Erwin ist auch ein Autofahrer. Mit dem Auto um die Zeitung. Mit dem Auto um die Semmeln. Mit dem Auto um ein Eis. Das hat er immer so gemacht.

Seit kurzem ist Erwin aber auch Radfahrer. Mit – sagen wir – bisserl über 50 Jahren, hat er es einfach so probiert. Nicht mit einem modernen, teuren Rad, sondern mit einem alten Gaul. Ich glaub ja, dass mein jahrelanges, gutes Zureden dafür verantwortlich ist. Das bestreitet er aber hartnäckig.

Egal. Jetzt radelt er von der Robert-Stolz-Siedlung zum Einkaufen, zum Frisör, in seinen Garten oder zu den Enkelkindern. Jetzt hat er auch die Innenstadt wieder neu kennen und schätzen gelernt. Jahrelang war er – obwohl nur wenige Radminuten entfernt – nur ganz selten dort. Als Autofahrer lagen die Einkaufszentren immer irgendwie auf der Strecke. Mit dem Rad denkt man aber nicht an Parkplatzsuche und Parktickets. Da fährt man einfach bis vors Geschäft.

Und was ist das Überraschendste für einen, der jetzt das Rad für sich entdeckt hat? Es ist nicht das Geld, das er sich spart. Es ist auch nicht seine Fitness, die mit jedem Tag besser wird. „Unglaublich, wie klein die Stadt eigentlich ist. Auf dem Rad merkt man erst, wie kurz die Entfernungen sind und wie schnell man unterwegs sein kann“, sagt einer, der mit dem Auto die längeren Wege gewohnt ist.

Natürlich hat Erwin nicht gleich sein Auto verkauft. Natürlich fährt er auch weiterhin damit. Aber jetzt hat er die Wahl. Und jetzt hat er einfach mehr Möglichkeiten. Und jetzt könnte er auch sagen, dass ich schon immer Recht hatte. Aber den Gefallen wird er mir nicht tun. Auch egal.

Sind auch Sie Autofahrer, weil Sie das einfach immer waren? Dann lassen Sie den Erwin raus. Vielleicht gleich in der vom Klimabündnis organisierten Mobilitätswoche. Die jährliche Kampagne für umweltfreundliche Mobilität endet am 22. September mit dem Autofreien Tag.