wn.radelt

Alles rund ums Radfahren in Wiener Neustadt.


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wn.radelt auf Rezept: Wiener Neustädter Alltagsradlerin gewinnt Gesundheits-E-Bike!

35 Jahre lang fährt Gabriele Jeitl bereits mit ihrem vom ersten Lehrgeld gekauften Fahrrad. Jetzt steigt die Alltagsradlerin auf mehr Komfort um. Frau Jeitl wurde im Rahmen von „wn.radelt auf Rezept“ als Preisträgerin eines Gesundheits-E-Bikes gezogen.

Die Aktion „wn.radelt auf Rezept“ lief fünf Monate lang. 22 Ärzte und alle 8 Apotheken in Wiener Neustadt legten 3.000 wn.radelt-Rezepte auf und empfahlen ihren PatientInnen und KundInnen das Fahrrad als praktische Lösung vieler gesundheitlicher Probleme. „Der Fahrkomfort auf dem E-Bike ist wunderbar. Man sitzt schön aufrecht und fährt herrlich leicht“, freut sich die Gewinnerin. Neben Schnellladefunktion, leichtem Akku, einer 8-Gang-Nabenschaltung, Diodenscheinwerfer und hydraulischer Felgenbremse, verfügt das E-Bike auch über einen Radcomputer auf dem Trittfrequenz und Puls abgelesen werden können.

Baustadtrat DI Franz Dinhobl (l.), Gewinnerin Gabriele Jeitl und Energiebeauftragter DI Martin Hesik (r.) bei der Übergabe des E-Bikes.

Baustadtrat DI Franz Dinhobl (l.), Gewinnerin Gabriele Jeitl und Energiebeauftragter DI Martin Hesik (r.) bei der Übergabe des E-Bikes.

Arbeitsweg wird jetzt doppelt leichter

Ab sofort wird Jeitl gemütlich mit ihrem Gesundheits-E-Bike in die Arbeit zur Bäckerei Linauer in der Pottendorfer Straße rollen. „Das einzige unsichere Stück auf meinem Arbeitsweg ist ab dem Auge Gottes – da fehlt ein Radweg.“ In diesem Punkt überbrachte der erste Gratulant und Baustadtrat DI Franz Dinhobl die zweite Überraschung: „Im kommenden Jahr werden wir diese Radweg-Lücke bis zur Stadionstraße schließen. Mit Bewusstseinsbildung und den richtigen Infrastrukturprojekten machen wir Wiener Neustadt noch attraktiver für RadfahrerInnen.“

Radkampagne läuft seit eineinhalb Jahren

Die bewusstseinsbildende Aktion „wn.radelt auf Rezept“ wurde von der Stadt Wiener Neustadt, dem Klimabündnis Niederösterreich und der Radlobby Wiener Neustadt durchgeführt. Die vom Klima- und Energiefonds geförderte Maßnahme ist Teil der vor eineinhalb Jahren von der Klima- und Energiemodellregion Wiener Neustadt gestarteten Radkampagne wn.radelt.


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wn.radelt auf Rezept: Ärztin empfiehlt das Rad

Martina Fink ist leidenschaftliche Radfahrerin. Sie weiß, was ihrem Körper gut tut. Und das aus der Praxis und auch in der Praxis. Denn Martina Fink ist auch Ärztin für Allgemeinmedizin.

„Samstag mit dem Rad gemütlich auf den Markt am Hauptplatz. Das ist für mich Lebensqualität.“

Martina Fink, Ärztin für Allgemeinmedizin & Homöopathie (Foto, 3.v.r.).

Radeln auf Rezept


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wn.radelt auf Rezept

WNN-Radfahrer Hannes Höller, WNN 06/2015

Hören Sie ruhig auf mich. Wenn nicht, dann hören Sie auf die Neustädter Ärztinnen und Ärzte sowie die Apothekerinnen und Apotheker. Damit stehen Sie auch nicht alleine da. Genau diese beiden Berufsgruppen genießen den höchsten Vertrauensgrad. Da sie auch noch mit sehr vielen Menschen in Kontakt sind, sind sie bestens geeignet für unser neuestes Projekt im Rahmen der Neustädter Radkampagne wn.radelt.

wn.radelt auf Rezept“ heißt es. Die von Klimabündnis Niederösterreich und der Radlobby Wiener Neustadt umgesetzte Aktion entspringt einer Idee eines wn.Radlers des Monats. Der ehemalige Leiter der orthopädischen Abteilung im Krankenhaus Wiener Neustadt, Peter Bösch, macht in seiner Ordination Werbung fürs Radfahren: „Für Herz, Kreislauf und Blutdruck gibt es kaum etwas Besseres.“ Wir haben diesen Spruch aufgegriffen und „wn.radelt auf Rezept“ daraus gemacht. Funktioniert ganz einfach. Neustädter Ärztinnen und Ärzte verteilen von uns vorgefertigte Rad-Rezepte an Personen aus, die fürs Radfahren geeignet sind. Auf der Vorderseite kann angekreuzt werden, wie oft geradelt werden soll – von täglich bis 1x/Woche. Auf der Rückseite steht, warum Radeln die beste Medizin ist:

täglich 10 Minuten: stärkt Muskulatur und Gelenke
täglich 20 Minuten: verbessert Ihr Immunsystem
täglich 30 Minuten: regt Ihre Herzfunktion an
jede Minute: baut Stress ab und steigert das Konzentrationsvermögen

Zum Drüberstreuen gibt’s ein Gesundheits-Elektrorad im Wert von 2.500 Euro zu gewinnen – mit 150 km Reichweite, Schnellladefunktion, 8-Gang-Nabenschaltung und kabellosem Radcomputer, der Trittfrequenz und Puls misst.

Teilnahmescheine liegen bei allen Apotheken in Wiener Neustadt auf. Bis Ende September können Sie auch im Internet auf wn.radelt.at an der Verlosung teilnehmen. Vertrauen Sie mir oder den Neustädter Ärztinnen und Ärzten, wenn wir Ihnen empfehlen: „Radeln & E-Rad gewinnen“.


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Startschuss für wn.radelt auf Rezept

Neustädter Ärzte empfehlen: Radeln & E-Rad gewinnen!

rezept_vorderseiteVon Mai bis September läuft die Aktion “wn.radelt auf Rezept“. Ärzte in Wiener Neustadt verteilen wn.radelt-Rezepte und empfehlen ihren PatientInnen das Fahrrad als praktische Lösung vieler gesundheitlicher Probleme. Neben Gesundheit können Patienten bei der von der Stadt Wiener Neustadt, dem Klimabündnis Niederösterreich und der Radlobby Wiener Neustadt durchgeführten Aktion auch ein Gesundheits-E-Bike im Wert von 2.500 Euro gewinnen.

Das können Sie gewinnen:

Hauptpreis ist ein KTM Macina Eight Plus im Wert von 2.500 Euro. 150 km Reichweite, Schnellladefunktion, hochwertiger & leichter Akku, 8-Gang-Nabenschaltung, Federgabel, Diodenscheinwerfer und hydraulische Felgenbremse. Mit einem kabellosen Radcomputer können Sie Trittfrequenz und Puls messen.

So können Sie am Gewinnspiel teilnehmen:

  • füllen Sie ein wn.radelt-Rezept aus und geben Sie es in einer Neustädter Apotheke nach Wahl ab
  • oder schicken Sie ein Mail mit Kennwort „wn.radelt auf rezept“ an office@wnsks.at, bitte geben Sie Name sowie Anschrift oder Mailadresse an

Einsendeschluss: 15. September 2015. Die Verlosung erfolgt im September 2015.

wn.radelt auf Rezept ist eine Maßnahme der Klima- und Energiemodellregion Wiener Neustadt, gefördert durch den Klima- und Energiefonds.

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Radlerin des Monats Oktober: Christine Mansberger (72, Zehnerviertel)

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Ihr Radgeschäft und ihre Leidenschaft

Ich kann mich noch genau erinnern, als wäre es gestern gewesen. Ich springe die zwei Stufen hinauf und stehe im Geschäft. Rund um mich herum Metall und Gummi – Fahrräder wohin das Auge reicht. Und gerade aus, der schummrig beleuchtete hintere Bereich des Geschäftes: die Werkstätte. Hat mich wohl deshalb so richtig magisch angezogen, weil ich dort nie hinein durfte. Und schon kommt mir eine Dame mit einem strahlenden Lächeln entgegen.

Zurück in die Gegenwart: Ich besuche genau diese Dame, die mir vor Jahrzehnten so oft zugelächelt hat. Christine Mansberger steht bei ihrem Fahrrad und beginnt zu erzählen. Ihre Augen beginnen zu glänzen, wenn sie über ihr ehemaliges Fahrradgeschäft in der Herzog Leopold-Straße spricht. „Es war nicht meines, es war unseres“, korrigiert sie mich gleich. Gemeinsam mit ihrem Mann Friedrich und später mit ihrer Tochter Elisabeth hat sie mehrere Generationen ihrer Kundinnen und Kunden aufs passende Fahrrad gebracht. Ich selbst war einer der vielen davon.

Der Griff in die Lade

„Mit meinem ersten selbst verdienten Geld hab ich mir ein Fahrrad gekauft. Gemeinsam mit meinen Freundinnen bin ich gleich damit zum Neufelder See geradelt. Der Hintern hat wegen dem harten Sattel so richtig gebrannt“, erinnert sie sich schmunzelnd zurück. Mit 19 Jahren stieg sie dann ins 1946 gegründete Radgeschäft ihres Mannes ein. „Ich habe alles von der Pike auf gelernt – mein Mann war ein echter Fachmann und streng noch dazu. Ich habe alles gemacht: Vom Einkauf über Reparaturen bis zum Verkauf.“

Die Konkurrenz war damals übrigens groß: 6 bis 7 Fahrradhändler gab es in den 50 und 60er Jahren. Mansberger: „Wir waren immer die, die sich als Erste über Neues getraut haben – BMX-Fahrräder zum Beispiel. Wir haben auch für jede Kleinigkeit in die Lade gegriffen. Das Prinzip meines Mannes lautete immer: Wir leben von allen. Dementsprechend reichte unsere Kundschaft auch quer durch den Gemüsegarten. Viele Familien sind uns über zwei, drei Jahrzehnte treu geblieben.“ Und zu vielen hat die zweifache Mutter und dreifache Oma immer noch einen sehr guten Draht. „Ich werde jetzt noch sehr oft daran angesprochen, das freut mich natürlich.“

Kann sehr gut sein, dass sie die Zehnerviertlerin auch sehen. Wenn, dann wahrscheinlich am Fahrrad. Denn damit ist sie immer noch täglich unterwegs. Zum Einkaufen in die Stadt, zum Sozialmarkt, wo sie wöchentlich aushilft oder zu Turnkursen. „Ich könnte es mir ohne Fahrrad gar nicht vorstellen. Nur etwas mehr Rücksicht würde ich mir wünschen. Bei der Kreuzung bei der Feuerwehr in der Herrengasse ist so eine Stelle – dort werde ich sehr oft von Autos sehr knapp überholt.“

Und dort, wo es früher nach Metall und Gummi gerochen hat, duftet es jetzt nach Leder und Stoff. Tochter Elisabeth Statzinger hat die Räumlichkeiten in der Herzog Leopold-Straße umgebaut und gestaltet seit 1998 mit ihrem Geschäft „Exklusives Wohnen“ Lebensräume für Menschen, die das Besondere schätzen.

Text: Hannes Höller. Fotos & Video: Alexander Hawel, privat.

RadlerInnen des Monats: Kennen Sie wen, den Sie gerne nominieren würden oder sind Sie selbst geeignet, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Die RadlerInnen des Monats werden auch in der NÖN – Wiener Neustadt vorgestellt.


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Radler des Monats September: Michael Willigshofer (49, Kriegsspital)

Es lebe die Gemütlichkeit

Elektrofahrrad? Das ist doch für Pensionisten und Leute, die zu faul sind, selbst in die Pedale zu treten – oder? Michael Willigshofer kann darüber nur schmunzeln. Er ist noch ein gröberes Stück entfernt vom Pensionsantritt, fährt aber trotzdem bereits seit drei Jahren ein Fahrrad mit Elektroantrieb. Und er ist auch keiner, der nicht gerne in die Pedale tritt. Ganz im Gegenteil, schon vor dem Kauf des E-Bikes war er ein klassischer Alltagsradler. „Ich hab es bei der Fahrradhändlerin Ungerböck gesehen, eine Probefahrt gemacht und es hat mir gleich gepasst“, erinnert sich der Radfahrer des Monats September. Seither ist er noch öfter mit dem Rad unterwegs. „Früher gab es im Sommer, in der Übergangszeit oder im Winter Tage, an denen ich das Rad stehen gelassen habe. Jetzt gibt es kein Schwitzen mehr, jetzt geht alles noch schneller und leichter. Ich mag es einfach gemütlich. Am täglichen Weg zur Arbeit mache ich Bewegung und bin an der frischen Luft.“

Der Buchhalter ist aber nicht nur beim Radfahren kein Freund von halben Sachen. „Wenn schon, denn schon“, gilt für ihn auch beim Wohnen. Gemeinsam mit seiner Frau Anu und den Kindern Lea und Markus macht er es sich in einem Passivhaus mit Wintergarten gemütlich. Auf dem Dach produziert seine Photovoltaikanlage Strom für die eigenen vier Wände und an einer BürgerInnen-Photovoltaikanlage in Ternitz haben sich die Willigshofers auch beteiligt. „Wenn schon, denn schon“, gilt auch bei der Lebenmittelversorgung: 5 ebenso gemütlich herumlaufende Hühner liefern frische Eier am laufenden Band. In den Hochbeeten und im Paradeiser-Glashaus werden Gemüsepflänzchen aus der Arche Noah gezogen und jede Menge Obst und Nüsse fallen von den Bäumen im eigenen Garten. Beeren können Mama, Papa und die Kinder im Vorbeigehen naschen. Sein Tipp an andere Hobbygärtner: Neuseelandspinat. „Den haben wir auch bei der Arche Noah bezogen. Wächst bei uns wie Unkraut und schmeckt herrlich.

Der riskante Weg zur Schule

Einen großen Vorteil des Elektrofahrrads sieht Willigshofer neben der Gemütlichkeit noch: „Es fällt die psychologische Hemmschwelle weg – man nimmt automatisch auch bei etwas längeren Strecken das Fahrrad.“ Und er fährt auch dort, wo sich viele RadfahrerInnen fürchten. „Wir bringen unseren Sohn vom Kriegsspital mit dem Rad in die Volksschule Josefstadt. Ab dem Sports Experts ist es eine Katastrophe. In der Mießlgasse hören die Radwege einfach auf“, sieht der Radfahrer des Monats September im infrastrukturellen Bereich Nachholbedarf in Wiener Neustadt. 

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Text, Fotos & Video: Hannes Höller. Videoschnitt: Alexander Hawel.

RadlerInnen des Monats: Kennen Sie wen, den Sie gerne nominieren würden oder sind Sie selbst geeignet, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Die RadlerInnen des Monats werden auch in der NÖN – Wiener Neustadt vorgestellt.


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Ein Tag auf meiner Baustelle

WNN-Radfahrer Hannes Höller, WNN 10/2014

Habe ich Ihnen schon erzählt, dass wir gerade Haus bauen? Ein kleines Häuschen mit kleinem Garten. Schön für ihn, werden Sie sich jetzt denken. Aber was hat das mit einer Radkolumne zu tun?

Eine Kleinigkeit nur, kann ich Ihnen antworten. Aber eine richtig lässige Kleinigkeit. Am besten ist es wahrscheinlich, wenn ich Ihnen schnell einen typischen Arbeitstag auf unserer Baustelle beschreibe. Es beginnt recht zeitig in der Früh mit einer Besprechung mit dem Baumeister und dem Architekten. Ich fahre mit dem Rad dorthin – sind ja nur ein paar Gassen. Der erste bin ich trotzdem nicht. Kann sein, dass meine Uhr etwas nachgeht. Kann aber auch sein, dass der Herr Architekt einfach noch schneller als ich unterwegs ist. Und das, obwohl er nicht nebenan wohnt, sondern aus Wien kommt. Entspannt nimmt er unseren Rohbau genau unter die Lupe. Kurz später kommt auch unser Baumeister angerauscht. Er wirkt etwas gestresst und entschuldigt sich: „Viel Verkehr heute wieder“. Wir nicken und los geht die Besprechung.

Nach zwei Stunden sind wir dann, wie geplant, fertig. Der Herr Baumeister steigt in sein Auto. Der Herr Architekt dagegen kippt einmal ein Rad um, schwingt sich auf den Sattel und fährt los. Mein Architekt hat ein schwarzes Brompton Faltrad. Dieses Teil hat nur mehr wenig mit den Klapprädern zu tun, die Sie wahrscheinlich aus dem Italien-Urlaub kennen. Wir reden heute von 3- oder 6-Gang-Nabenschaltungen und superleichten Titan-Teilen. Die neuen Falträder sind in wenigen Sekunden zu einem handlichen Gepäckstück zusammengelegt. Mein Herr Architekt fährt damit bis zum Bahnhof, klappt das handliche Teil zusammen und nimmt es kostenlos mit in den Zug. Angekommen steigt er aus, faltet kurz und fährt weiter. In seinem Architektur-Büro gibt’s übrigens keine Firmenautos, dafür Firmen-Falträder.

Warum? Weil auch in der Baubranche Zeit Geld ist.