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Alles rund ums Radfahren in Wiener Neustadt.

Radler des Monats September: Michael Willigshofer (49, Kriegsspital)

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Es lebe die Gemütlichkeit

Elektrofahrrad? Das ist doch für Pensionisten und Leute, die zu faul sind, selbst in die Pedale zu treten – oder? Michael Willigshofer kann darüber nur schmunzeln. Er ist noch ein gröberes Stück entfernt vom Pensionsantritt, fährt aber trotzdem bereits seit drei Jahren ein Fahrrad mit Elektroantrieb. Und er ist auch keiner, der nicht gerne in die Pedale tritt. Ganz im Gegenteil, schon vor dem Kauf des E-Bikes war er ein klassischer Alltagsradler. „Ich hab es bei der Fahrradhändlerin Ungerböck gesehen, eine Probefahrt gemacht und es hat mir gleich gepasst“, erinnert sich der Radfahrer des Monats September. Seither ist er noch öfter mit dem Rad unterwegs. „Früher gab es im Sommer, in der Übergangszeit oder im Winter Tage, an denen ich das Rad stehen gelassen habe. Jetzt gibt es kein Schwitzen mehr, jetzt geht alles noch schneller und leichter. Ich mag es einfach gemütlich. Am täglichen Weg zur Arbeit mache ich Bewegung und bin an der frischen Luft.“

Der Buchhalter ist aber nicht nur beim Radfahren kein Freund von halben Sachen. „Wenn schon, denn schon“, gilt für ihn auch beim Wohnen. Gemeinsam mit seiner Frau Anu und den Kindern Lea und Markus macht er es sich in einem Passivhaus mit Wintergarten gemütlich. Auf dem Dach produziert seine Photovoltaikanlage Strom für die eigenen vier Wände und an einer BürgerInnen-Photovoltaikanlage in Ternitz haben sich die Willigshofers auch beteiligt. „Wenn schon, denn schon“, gilt auch bei der Lebenmittelversorgung: 5 ebenso gemütlich herumlaufende Hühner liefern frische Eier am laufenden Band. In den Hochbeeten und im Paradeiser-Glashaus werden Gemüsepflänzchen aus der Arche Noah gezogen und jede Menge Obst und Nüsse fallen von den Bäumen im eigenen Garten. Beeren können Mama, Papa und die Kinder im Vorbeigehen naschen. Sein Tipp an andere Hobbygärtner: Neuseelandspinat. „Den haben wir auch bei der Arche Noah bezogen. Wächst bei uns wie Unkraut und schmeckt herrlich.

Der riskante Weg zur Schule

Einen großen Vorteil des Elektrofahrrads sieht Willigshofer neben der Gemütlichkeit noch: „Es fällt die psychologische Hemmschwelle weg – man nimmt automatisch auch bei etwas längeren Strecken das Fahrrad.“ Und er fährt auch dort, wo sich viele RadfahrerInnen fürchten. „Wir bringen unseren Sohn vom Kriegsspital mit dem Rad in die Volksschule Josefstadt. Ab dem Sports Experts ist es eine Katastrophe. In der Mießlgasse hören die Radwege einfach auf“, sieht der Radfahrer des Monats September im infrastrukturellen Bereich Nachholbedarf in Wiener Neustadt. 

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Text, Fotos & Video: Hannes Höller. Videoschnitt: Alexander Hawel.

RadlerInnen des Monats: Kennen Sie wen, den Sie gerne nominieren würden oder sind Sie selbst geeignet, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Die RadlerInnen des Monats werden auch in der NÖN – Wiener Neustadt vorgestellt.

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