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Alles rund ums Radfahren in Wiener Neustadt.

Radler des Monats Juli: Peter Bösch (68, Innenstadt)

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Der Rad-Primar aus dem Rad-Land

„Wiener Neustadt eignet sich perfekt zum Radfahren. Es ist schön flach, es regnet sehr selten und die Stadt ist nicht allzu groß.“ Was Peter Bösch da so sicher macht: der Vergleich und die jahrelange Praxis. Der Radfahrer des Monats Juli ist schon von Klein auf mit dem Rad unterwegs gewesen. Ins Gedächtnis hat sich sein Firmungsgeschenk gebrannt. „Ein blaues Puch-Rad mit einer 3-Gangschaltung. Das hat man bei uns damals nicht gekannt – einfach herrlich“, so Bösch. „Bei uns“, das war Dornbirn in Vorarlberg. Sein blaues Puch hat ihn überall hin gebracht: in die Schule genauso wie danach zum Schwimmen an den Bodensee. „In Vorarlberg fährt jeder mit dem Rad. Das war damals schon so und ist heute nicht anders.“

Die etwas anderen Erfahrungen

Völlig neue Erfahrungen hat er dann mit dem Umzug nach Wiener Neustadt gemacht. „Das war vor 30 Jahren. Ich bin wegen des Jobs hier her gekommen“. Bösch wurde Leiter der orthopädischen Abteilung im Krankenhaus Wiener Neustadt. Mit im Gepäck hatte er auch jede Menge an Fahrrad-Utensilien – einige Regenüberwürfe zum Beispiel. Erfahrung 1: Neustadt ist im Vergleich zum Rad-Land Vorarlberg eine Trockenzone. Erfahrung 2: In Neustadt fährt ja kaum wer mit dem Rad. „Ich hab das ehrlich gesagt nicht wirklich verstanden. Ich bin aber trotzdem weiterhin aufs Rad gestiegen. Mittlerweile hat sich das zum Glück geändert. Bestes Beispiel ist das Krankenhaus: früher gab es kaum Radabstellplätze, jetzt gibt es riesige Anlagen und die sind voller Räder.“

Hören Sie auf Ihren Doktor

Geändert hat sich auch sein beruflicher Alltag. Univ-Prof. Dr. Bösch ist jetzt Projektleiter: „Ich bereite die Absiedlung der orthopädischen Abteilung nach Neunkirchen vor.“ Seine Ordination in der Bahngasse führt er weiterhin. Und dort „verschreibt“ er seinen PatientInnen das Radfahren: „Es gibt viele – vor allem ältere Personen, die nicht mehr aufs Rad steigen. Weil ihnen die Knie weh tun, weil sie Schwindelprobleme haben, weil der Nacken schmerzt oder weil sie Angst vor einem Sturz haben. Für Herz- und Kreislauf und Blutdruck gibt es aber kaum etwas Besseres. Wichtig sind das richtige Rad und die richtige Einstellung: Die Rahmengröße muss stimmen und die Sattelhöhe sowie die Distanz zwischen Sattel und Lenkrad individuell angepasst werden. Meistens ist der Sattel zu niedrig eingestellt, da bekomm ich schon beim Hinsehen Knieschmerzen. Für Personen mit Hüftproblemen gibt es mittlerweile ja auch sehr gute Räder mit tiefem Einstieg und falls wer Schwindel hat, kann er ein Dreirad nutzen.“ Der Klassiker unter den Gesundheitsprobleme ist das Kreuz, auch da rät der Primar zum Rad: „Wenn man Rad fährt, kommt man ganz von alleine aus dem Hohlkreuz wieder heraus. Man braucht nicht einmal einen Experten für die Einstellung von Lenker und Sattel. Probieren Sie es einfach aus. Man spürt schon, was einem gut tut.“ Hier gibt’s weitere Tipps zum Thema.

Nord-Süd-Achse & Kollonitschgasse

Und wo sieht der Rad-Primar aus dem Rad-Land in der eigentlich idealen Rad-Stadt Wiener Neustadt noch Verbesserungsmöglichkeiten: „Am Ring kann man schön fahren. Die Nord-Süd-Achse ist dagegen eine Katastrophe. Auf der Grazer Straße traut man sich nicht zu fahren. Dabei wäre es meiner Meinung nach kein Problem, wenn man dort mehr Platz für Radfahrer schafft. Gefährlich ist auch die Kollonitschgasse, vor allem die Kreuzung mit dem Ring. Da weiß man nicht, wo man sich einordnen soll.“

Text: Hannes Höller. Fotos: Alexander Hawel

RadlerInnen des Monats: Kennen Sie wen, den Sie gerne nominieren würden oder sind Sie selbst geeignet, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Die RadlerInnen des Monats werden auch in der NÖN – Wiener Neustadt vorgestellt.

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